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Kommentar: Qualifikation statt Quote

Kommentar

Qualifikation statt Quote

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    Qualifikation statt Quote
    Qualifikation statt Quote

    Die Deutsche Telekom macht vor, wie Frauenförderung funktionieren kann. Zwei der acht Vorstandsposten hat der Bonner Konzern mit weiblichen Führungskräften besetzt, eine weitere Frau soll noch folgen. Und: Bis 2015 soll knapp ein Drittel der oberen und mittleren Führungsebene weiblich sein.

    Um diesen Plan umzusetzen, hat sich die Telekom als erster der 30 Dax-Konzerne eine Frauenquote verordnet. Die Richtung, die der Bonner Konzern vorgibt, stimmt. In den Führungsetagen müssen langfristig mehr Frauen sitzen – schon, weil deutsche Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels nicht auf gut ausgebildete Mitarbeiter verzichten können. Der Weg, den der Kommunikationskonzern einschlägt, ist allerdings fragwürdig.

    Eine starre Quotenregelung, wie sie auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen von den Dax-Konzernen fordert, schafft nicht mehr Gleichberechtigung. Im Gegenteil: Jede Quote, ob bezogen auf Geschlecht oder Alter, ist eine Form der Diskriminierung. Wer Frauen fördern will, sollte sie nach ihrer fachlichen Qualifikation und persönlichen Eignung im Vergleich zu Männern befördern. Den Job sollte der Beste bekommen – egal, ob Mann oder Frau, Jung oder Alt.

    Damit aus der Chancengleichheit tatsächlich auch ein höherer Frauenanteil in Chefetagen resultieren kann, müssen zudem die Rahmenbedingungen stimmen. Frauen, die Kind und Karriere unter einen Hut bringen wollen, sind nicht nur auf Betreuungsangebote – bestenfalls im Betrieb selbst – angewiesen, sondern auch auf das Verständnis ihres Arbeitgebers. Dazu gehört, Mitarbeiterinnen nach der Rückkehr aus der Elternzeit zu unterstützen und auch Chefinnen flexible Arbeitszeiten einzuräumen. Ein solches Umfeld lässt sich auch mit einer Quote nicht festschreiben.

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