Angela Merkel und Nicolas Sarkozy, das die Euro-Zone prägende Duo „Merkozy“, auf das es mehr denn je ankommt, sucht den Gleichklang, um einen Ausweg aus der Krise des Euro zu finden und Signale des Vertrauens an die völlig verunsicherten Märkte zu senden. Die eher bedächtige Kanzlerin und der drängende Staatspräsident haben dabei erkannt, dass striktes Sparen und konsequente Haushaltskonsolidierung zwar unumgänglich sind, um die galoppierenden Schulden in den Griff zu bekommen, gleichzeitig aber kontraproduktiv wirken, weil sie jegliches Wachstum im Keim ersticken. Darum wollen sie nun gleichzeitig sparen und die Konjunktur ankurbeln, die Schulden abbauen und neue Jobs schaffen, die Haushalte in den Griff bekommen und die Wirtschaft modernisieren sowie Europa neu aufstellen.
Das Geld dafür soll die umstrittene Finanztransaktionssteuer bringen. Doch genau da knirscht es zwischen Paris und Berlin. Sarkozy prescht voran, will die Steuer notfalls im Alleingang einführen, Merkel hinkt hinterher, sie hat keine Mehrheit in ihrer eigenen Regierung, weil die FDP dagegen ist. So sind die Beschlüsse des Treffens erst einmal nur eines – schöne Worte und hehre Absichtserklärungen. Bis zum nächsten Gipfel.