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Kommentar: Verblendet und feige

Kommentar

Verblendet und feige

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    Winfried Züfle
    Winfried Züfle Foto: Wagner

    Seit den Angriffen auf New York und Washington am 11. September 2001 geht vom islamistischen Terrorismus die größte Gefahr für die westlichen Staaten aus. Die Verbrechen in Frankreich zeigen, dass diese Gefährdungslage weiter besteht.

    Der Terrorismus kommt inzwischen allerdings in anderem Gesicht daher. Es bedarf heute nicht mehr der straff organisierten Gruppe, die sich zu einem Verbrechen verabredet. Inzwischen treten auch Einzelgänger als Terroristen auf, die sich nur ideell der islamistischen Ideologie verbunden fühlen.

    Deswegen sind die Morde von Südfrankreich auch kein Beweis für die Vitalität des schwer angeschlagenen Terrornetzwerks El Kaida. Der mutmaßliche Täter hat bei Aufenthalten in Afghanistan und Pakistan die Ideologie dieser Gruppe zwar aufgesogen. Aber die Taten verübte er alleine. Ob er dafür einen Befehl erhalten hat, ist fraglich. Bekannt ist aber, dass sich Einzelgänger gerne auf Gruppen berufen, um ihr Anliegen wichtiger erscheinen zu lassen.

    Der Mörder von Toulouse hat jedenfalls ganz besonders feige und erbärmlich gehandelt, indem er gezielt Kinder erschoss. Damit hat er, ob in direktem Kontakt mit einer Zentrale oder nicht, bestätigt, dass Terrorismus nichts anderes ist als der Gipfel der Niedertracht.

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