Das Internet ein bisschen bayerischer – das hätte doch Charme! Es lohnt sich also, für die neuen Internet-Adressen mit der Endung .bayern zu kämpfen – und zwar sofort. Eine zweite Chance auf eine regionale Identität wird es im von amerikanischen Behörden administrierten WWW so schnell nicht geben.
Die bestehende Verteilung freier Internet-Adressen gleicht längst der Verwaltung des Mangels. Viele bayerische Unternehmen und Organisationen, die bei der Verteilung von guten de-Adressen leer ausgegangen sind, können ihr Glück jetzt noch einmal versuchen. Eine große Vielfalt an regionalen Spielern im Netz, die auf den ersten Blick als solche zu erkennen sind, stellt einen Fortschritt dar.
Ob diese Vielfalt entsteht, hängt von den Vergabemodalitäten ab. Hier ist die Staatsregierung aufgerufen, den richtigen Rahmen vorzugeben. Eine .bayern-Adresse zu bekommen, darf weder in Bürokratie ausarten noch mit hohen Kosten verbunden sein. Auch Privatleute müssen zum Zuge kommen. Je mehr Menschen dabei sind, desto besser. Die Marke Bayern braucht auch in der virtuellen Welt eine Heimat.