Die Gäste der Pfaffelonia genossen das abwechslungsreiche Programm


Pfaffenhausen Schlicht ist heuer das Thema des Faschings in Pfaffenhausen: „Oben“. Es zieht sich durch alle Aktivitäten der Faschingsgesellschaft „Pfaffelonia“, ob bei der Minigarde mit ihrem Prinzenpaar Isabella I. und Maximilian I. oder der großen Garde mit Prinzessin Teresa I. und Prinz Andreas II. Da ist es doch mehr als verständlich, dass der Ausruf der Organisatoren drei Monate vor dem Kappenabend ganz klar ist: „Alles Gute kommt von oben!“ Bei den Überlegungen, was alles zu tun sei, um einen guten Kappenabend zu gestalten, sind die beiden „von oben hängenden Helfer“ zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Andreas Bartenschlager und Benjamin Scheifele. Sie helfen Claudia Gropper und Helmut Müller nach drei Jahren Abstinenz einen sehr amüsanten Kappenabend zu gestalten. Diese Vier waren so rechte „Gipfelstürmer“ mit Wanderkleidung und Rucksäcken, die in den „Pausen“ zwischen den einzelnen Geschichten das Geschehen erläuterten.
Neben den Auftritten der beiden Garden und dem Elferrat mit den jeweiligen Gardemärschen und Showtänzen hatten sie sich etliche amüsante Sketche ausgedacht. Dabei zeigte sich, dass es auch ohne anzügliche, unter die Gürtellinie greifende Themen geht.
Köstliche Buchstabendreher und Wortklaubereien
Wer kennt ihn nicht, den Sketch „Auf der Rennbahn“ von Loriot? Andreas Bartenschlager und Teresa Probst sahen ja, wohin sie liefen, die Pferde, und wie grün der Rasen ist, und sie verziehen sich den „selten dämlichen Hund“. Einfach köstlich waren die Buchstaben-Verdreher. In dem Geschäft von Helmut Müller konnten die Kunden Roland Biechele und Simon Hamp in „Kühlwörben“ wühlen oder einen „5-Silo-Kack“ „Seustralz“ erstehen. Sie kamen aus „Brumkach“ und „Hindelmeim“. Schließlich hatte dieses Geschäft in „Haffenpfausen“ kein „Ponomol“. Und das alles endete mit einem regelrechten Gassenhauer, in den die Gäste mit einstimmen konnten. Das Ergebnis? Ein Riesenapplaus!
Thomas Leinau sang den Udo Jürgens-Schlager „Das ehrenwerte Haus“. Aus jedem Fenster oder der Türe im Bühnenbild sahen und traten die im Lied vorkommenden „Nachbarn“, eine sehr lebendige Umsetzung des Schlagers.
„Koi Bütt“ hatte Benjamin Scheifele zu bieten. Wer will schon lange Büttenreden hören? Er lud den Präsidenten der Faschingsgesellschaft Manfred Mayer und Bürgermeister Roland Krieger zu einem „Ergänzungsspiel“ ein. Der Büttenredner begann einen Satz und der schnellste der beiden Kandidaten musste ihn im Reim ergänzen. Sieger wurde Roland Krieger. Dieser macht, so die Vorausschau in das Jahr 2098, auch dann noch von sich reden. Die Storchenfamilie mit Großvater, Vater, Mutter - sie bringt auch dann noch traditionsgemäß die Babys auf die Welt - und Sohn Roland. Doch warum haben sie ihn Roland genannt? Nun, immerhin hatte 2012 der damalige Bürgermeister Roland Krieger verhindert, dass die Kirche von Pfaffenhausen eine Fotovoltaikanlage aufs Dach bekam.
Heiße Verbrecherjagd endet im dörflichen Alcatraz
Andreas Schiebel und seine Protagonisten drehten einen dreiteiligen Stummfilm, eine „heiße Verbrecherjagd“ mit altem VW-Käfer, zwei gemütlichen Polizisten (Andreas Bartenschlager und Benjamin Scheifele), einem Dieb (Nr. 2 - ob er der Richtige war?) und dem Hobbykriminalisten, dem Bierbrauer Hans Roth, die schließlich erfolgreich im dorfeigenen „Alcatraz“ endete.
Und während der Dieb dann länger sitzen musste, hielt es die Gäste nicht mehr auf den Stühlen. Das Feuerwerk der guten Laune endete in einem flotten Tanzabend.
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