Lutzenberger blickt auf ein langes Jahr zurück und erwartet leichte Einbußen



Ursberg/Pfaffenhausen Ein langes Jahr mit wenigen schlechtwetterfreien Tagen liegt hinter der Pfaffenhausener Firma Lutzenberger Bau. Bei der Weihnachtsfeier im Ursberger Klosterbräuhaus blickten einmal mehr zwei Generationen des Familienbetriebs auf arbeitsame und umsatzstarke Monate zurück und ehrten verdiente Mitglieder.
Tiefbauspezialist Tobias Lutzenberger brachte das künftige Credo auf den Nenner: „Umsatz ist für die Eitelkeit, Rendite für den Verstand“ und fügte hinzu, man habe einen gesunden Mittelweg gefunden. Auch in Zukunft werde man weite Strecken zurücklegen müssen, die Arbeit vor der Haustür reiche schon länger nicht mehr aus.
Neubauten in Günzburg, Augsburg und Garmisch
So dankten Markus, Steffen und Tobias Lutzenberger sowie Betriebsratsvorsitzender Alfred Sirch unisono für den Einsatz bei Wind und Wetter und die Flexibilität der über 400 Mitarbeiter. Gut die Hälfte davon ging auf rund 60 Baustellen dem Hochbau nach, wie Steffen Lutzenberger berichtete. Die größten davon waren der Neubau der Forensischen Klinik in Günzburg, Neubauten am Josefinum in Augsburg, eine Villa mit Tiefgarage in Garmisch und eine Produktionshalle in Farchant.
Das derzeit größte europäische Hochwasserschutzprojekt, das Hochwasserrückhaltebecken Wolterdingen an der Breg wurde fertiggestellt, wie auch unter hohem zeitlichen Druck rechtzeitig zum Oktoberfestumzug die Sanierung des Fabrikbaches unter Münchens Maximilianstraße. Und auch für das neue Jahr seien bereits einige Aufträge verbucht: ein Bürogebäude für die Firma Peri und eine seniorengerechte Wohnanlage in Kaufbeuren. „Wir blicken von einem ordentlichen Auftragspolster optimistisch ins neue Baujahr“, so Steffen Lutzenberger.
Auf noch vollere Auftragsbücher hofft der Tiefbau, der zwar auch optimistisch ist, aber nicht mit dem guten Bestand des Vorjahres rechnet. „Ich hoffe, dass der vorhandene Investitionsstau im kommenden Jahr abgebaut wird“, spekulierte Tobias Lutzenberger auf weitere Aufgaben. Schwierige und große gab es aber bereits heuer, wie er bemerkte: Gemeinsam wurde am Projekt Heldenstein Ampfing der Ausbau der A 94 vorangetrieben und beinahe mittendrin ein Tunnel angelegt. Zudem wurde die A 8 zwischen Leipheim und dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen fertiggestellt, das interkommunale Gewerbegebiet Pfaffenhausen erschlossen oder die Staatsstraße 2025 bei Lauingen ausgebaut.
Bei so viel Freude über ein gutes Jahr waren die Mitarbeiterehrungen ein großes Vergnügen für Erich, Franz und Robert Lutzenberger.
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