Rammingen Die „Behinderten-Kontaktgruppe Mindelheim-Bad Wörishofen“ ist ein rühriger, aktiver Verein. Er vertritt nicht nur die Interessen seiner Mitglieder, sondern organisiert auch viele gemeinsame Unternehmungen. Auf sechs Seiten seines Jahresberichts ließ der erste Vorsitzende Ralph Czeschner das abwechslungsreiche Programm des Vorjahres bei der Jahresversammlung in Rammingen noch einmal Revue passieren.
Es umfasste zum Beispiel den Besuch von Vorträgen und Informationsveranstaltungen wie die der Freiwilligen Feuerwehr, einen Ausflug zur Fuggerei in Augsburg und zum Kloster in Irsee. Ein Höhepunkt war 2011 gewiss die Busreise nach Südtirol. Den Planern gelang es dabei sogar, den Besuch eines Bergwerks zu organisieren. Das Erzbergwerk am Schneeberg im Ridnautal ist nämlich auch zugänglich für Rollstühle, sodass niemand die Einfahrt in den Stollen vorenthalten blieb. Außerdem ging es in die Dolomiten und nach Tirol. Regelmäßig trafen sich Vereinsmitglieder auch in geselliger Runde.
Abschließend bedankte sich Czeschner für die breite Unterstützung, die der auf inzwischen 232 Mitglieder gewachsene Verein erfahre; insbesondere erwähnte er die „Kartei der Not“, das Leserhilfswerk unserer Zeitung, die „Aktion Mensch“, den Caritasverband, den Runden Tisch Augsburg und den Musikus Klaro. Aber auch die kommunale Politik habe ein offenes Ohr für die Belange der Behinderten. So konnten Probleme mit dem Fahrdienst nach einer vom Bezirkstag beschlossenen Neuregelung inzwischen ausgeräumt werden.
„Treue und Verbundenheit“ zeichne den Verein aus, sagte Czeschner. Und „wenn das so bleibt, mache ich mir um die Zukunft keine Sorgen“. Viele Ziele seien seit den Anfängen der Gruppe 1977 vor genau 35 Jahren erreicht worden. Aber selbst nachdem Begriffe wie „Integration“ und „Inklusion“ im gesellschaftlichen Bewusstsein fest verankert seien, gebe es keinen Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. Es gibt noch so manches Hindernis zu überwinden.