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Neu-Ulm: Streit um das Bordell im Glashaus

Neu-Ulm

Streit um das Bordell im Glashaus

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    In diesem Glashaus in der Messerschmittstraße in Schwaighofen möchte ein Unternehmer ein Bordell eröffnen – dafür kämpft er nun vor Gericht.
    In diesem Glashaus in der Messerschmittstraße in Schwaighofen möchte ein Unternehmer ein Bordell eröffnen – dafür kämpft er nun vor Gericht. Foto: Foto: Alexander Kaya

    Das geplante Großbordell in einem ehemaligen Autohaus im Gewerbegebiet an der Messerschmittstraße in Neu-Ulm sind nach wie vor aktuell, auch wenn ein Sprecher der Gebäudebesitzerin dies vor sechs Monaten vehement dementiert hatte. Der Freudenhausbetreiber aus Gersthofen bei Augsburg will das Freudenhaus in dem Glashaus auf gerichtlichem Wege durchboxen. Am kommenden Mittwoch findet in dieser heiklen Angelegenheit eine Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht in Augsburg statt. Klägerin ist die Firma IPS, die in dem Gebäude im Gewerbegebiet ein Eroscenter mit 30 Zimmern einbauen will, die an Frauen aus dem horizontalen Gewerbe vermieten werden sollen.

    Die Verwirrung um das Freudenhaus in Schwaighofen ist nun komplett. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Pläne hatte es massiven Protest aus dem betroffenen Gebiet gegen den Bau eines solchen Eroscenters gegeben. Daraufhin hatte der dafür zuständige Stadtentwicklungsverband beschlossen, dass für das fragliche Gebiet ein Bebauungsplan aufgestellt wird, in dem das Areal als Mischgebiet ausgewiesen wird und in dem damit keine Bordelle mehr zulässig sind.

    Bordellbetreiber zieht vor Gericht

    Dagegen klagt nun der Augsburger Bordellbetreiber, der offenbar in dem Glashaus ein lukratives Geschäft für seine Zwecke wittert. Unmittelbar nach der Ablehnung durch die Stadt hatte IPS-Rechtsanwalt Willi Reisser den Beschluss des Stadtentwicklungsverbandes Ulm/Neu-Ulm als untauglich und rechtlich angreifbar bezeichnet.

    Für große Verwirrung hatte schließlich im März ein Dementi der Besitzerin des Glashauses gesorgt. Auch der Geschäftsführer der Behrendt-Verwaltungs-GmbH, Oliver Pap, verwies nach Monaten der öffentlichen Diskussion die Bordellpläne ins Reich der Fantasie.

    Nun aber sind die Pläne wieder aktuell. Sowohl die Behrendt Verwaltungs-GmbH als auch die Behrendt Logistik mussten Ende Juni Insolvenz anmelden. Der Firmeninhaber sitzt wegen seiner Verstrickungen in die Bestechungs-Affäre bei Evobus im Gefängnis.

    Zwangsversteigerung des Glashauses

    Seine Tochter Isabel sucht nun dringend nach einer Verwertungsmöglichkeit für das mit Schulden belastete Gebäude. Offenbar deswegen werden die Freudenhauspläne weiter verfolgt. Nicht anders ist zu erklären, weshalb die Augsburger Firma IPS unbedingt eine Genehmigung für das Eroscenter erstreiten will. Bekommt das Unternehmen beim Verwaltungsgericht in Augsburg Recht, wird einem Kauf des Glashauses nichts mehr im Wege stehen. Sollte sich dieses Verfahren aber längere Zeit hinziehen, dann könnte das Haus nach Insider-Informationen auch zwangsversteigert werden.

    Vor gut sechs Wochen war die zuständige Richterin am Augsburger Verwaltungsgericht in Neu-Ulm und besichtigte das Gewerbegebiet und das Glashaus. Sie habe sich dabei einen Eindruck von der Umgebung machen wollen, bevor am kommenden Mittwoch die Verhandlung stattfindet. Wie es aussieht, hat die Stadt dabei schlechte Karten

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