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Region: "Südschiene" in Gefahr  

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"Südschiene" in Gefahr  

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    "Südschiene" in Gefahr  
    "Südschiene" in Gefahr  

    Die vom Rat der EU-Verkehrsminister verabschiedeten neuen Leitlinien für die transeuropäischen Korridore (TEN) stellen nach Einschätzung der Industrie- und Handelskammern Schwaben und Ulm eine Gefahr für die Bedeutung des europäischen West-Ost-Korridors durch unsere Region dar.

    Den Vorstellungen der EU-Kommission zufolge soll an die Stelle des bisherigen Projekts TEN 17 Paris–Wien–Bratislava/Budapest ein neuer europäischer „Kernkorridor Nr. 10 Straßburg–Donauraum“ treten, der gleichwertig zu der bisherigen Streckenführung über Stuttgart, Ulm, Augsburg und München neu eine zusätzliche alternative Linie via Frankfurt–Nürnberg–Passau nach Linz und weiter nach Wien vorsieht.

    „Schon der Blick auf die Landkarte macht deutlich, dass die bisher unumstrittene Streckenführung über Stuttgart und München die naheliegende Variante auch für einen europäischen Korridor darstellt“, erklärten die IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank (Augsburg) und Otto Sälzle (Ulm) am Donnerstag. Diese Strecke verbinde die „Technologie-Achse“ Karlsruhe–Stuttgart–Ulm–Augsburg–München, erschließe eine der wirtschaftsstärksten Räume Europas und stelle als auch politisch längst sprichwörtliche „Südschiene“ eine Verbindung der beiden Landeshauptstädte dar. Nicht zuletzt beruhe das starke Engagement der Wirtschaft auch auf der europäischen Perspektive dieser Strecke.

    Eine Schwächung der West-Ost-Magistrale drohe aus bayerisch-schwäbischer Sicht auch die Chancen auf eine rasche Umsetzung einer leistungsfähigen Einbindung des Flughafens München in das europäische Fernverkehrsnetz zu verringern. Dabei sei gerade die Verknüpfung von großen Flughäfen mit dem künftigen europäischen Kernnetz der Bahn eines der Ziele der EU-Kommission. In der Fortführung der Strecke nach Osten gerate damit auch das landesplanerisch wichtige Ziel der besseren Erschließung des „Chemiedreiecks“ weiter in die Warteschleife. „Aus Augsburger Sicht ist außerdem die Stärkung der West-Ost-Achse wichtig, weil sie für uns eine Kompensation für die Reduzierung der Nord-Süd-Verbindungen mit der Neubaustrecke über Ingolstadt darstellt“, ergänzte Saalfrank.

    Aus Ulmer Sicht macht die Entwicklung in Brüssel wieder einmal deutlich, wie wichtig es ist, beim Thema Stuttgart 21 endlich mit Volldampf zu Werke zu gehen. „Wenn es uns gelingt, das wesentliche Nadelöhr auf unserer Achse zu beseitigen, werden etwaige Alternativen an Attraktivität verlieren“, so Sälzle. „Leider bestätigt sich damit unser von den S21- Gegnern infrage gestellter Hinweis auf mögliche Alternativen."

    Nicht zuletzt ist aus Sicht der beiden Kammern die künftige Korridorbezeichnung etwas unglücklich gewählt: „Paris–Wien–Budapest – das stand bisher klar für eine europäische Dimension, da hatte man etwas vor Augen“, so Saalfrank und Sälzle. „Was aber ist ,Straßburg–Donauraum‘, und dann auch noch über Frankfurt und Nürnberg?“

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