Ihre Prioritäten wird die Faschingsgesellschaft „Burgfunken“ laut Präsident Harald Zitzelsberger weiterhin ganz auf die närrischen Tage ausrichten. Garde und diverse Veranstaltungen wie etwa der Krönungsball, das weit über die Region hinaus bekannte Beinchenschwingen des kleinen und großen Hofstaates sowie die Rosenmontagsgaudi, haben laut Zitzelsberger absolut Vorrang.
Dennoch vergeht kaum ein Monat, in dem es bei der Neuburger Narrenzunft nicht an Aktivitäten mangelte, wie der Rückblick Zitzelsbergers bei der ordentlichen Mitgliederversammlung im Cafe Huber bewies. Dazu gehörten auch die dem Zusammenhalt und der Gemeinschaft dienenden geselligen Zusammenkünfte und Ausflüge. Nichtsdestotrotz lag bei der Jahresversammlung neben den turnusgemäßen Neuwahlen das Hauptaugenmerk auf der Ausrichtung des Faschings 2013. Dazu bedarf es natürlich wieder einer schlagkräftigen Mannschaft, und genau eine solche fand bei den anstehenden Neuwahlen ihre Bestätigung.
An vorderster Position als Präsident fungiert – wie nicht anders zu erwarten – in den beiden kommenden Jahren wiederum Harald Zitzelsberger, unterstützt von Alfred „Fredy“ Artner in der Funktion des Vizepräsidenten.
„Viele Köche verderben bekanntlich den Brei“, heißt ein altes Sprichwort. In diesem Fall waren es die parallel laufenden Veranstaltungen in der Stadt, die den Burgfunken einen etwas mäßigeren Besuch als gewöhnlich bescherten. Wäre nicht Zweiter Bürgermeister Heinz Enghuber gegen Ende der Versammlung zur Türe hereingeschlüpft, einen öffentlichen Vertreter der Stadt hätte es an diesem Abend nicht gegeben.
Und auch mit den Ehrungen langjähriger Mitglieder ist das so eine Sache. Neben vielen anderen Vereinen, macht da auch die Neuburger Narrenzunft keine Ausnahme. 21 Getreue waren geladen, gekommen sind einschließlich stellvertretenden Rathauschef Heinz Enghuber (30 Jahre) mit Werner Dippong (ebenfalls 30), Erwin Hass (25) und Candan Meilinger (20 Jahre), gerade mal deren vier. Belohnt wurden sie für ihr Kommen mit einer Urkunde.
Dank 32 Neuzugängen liegt die Mitgliederzahl nunmehr bei 372. Davon sind 192 weiblicher und 174 männlicher Natur. Hinzu kommen noch sechs juristische Personen. 161 Mitglieder sind aktiv dabei.
Neben der Anschaffung neuer Show- und Gardetanzkostüme, belastete auch der Kauf von diversem Zubehör und verschiedenen Accessoires die Finanzien. Unverständnis wurde über überzogenen finanziellen Forderungen der Gema laut. Jährlich müssen die Burgfunken diesbezüglich 3000 Euro berappen. Dennoch konnte Schatzmeisterin Ingrid Kunze ein Plus melden, was neben der guten Kassenführung ebenfalls zur einstimmigen Entlastung des Vorstandsgremiums beitrug.
Neben Krönungsball, Gardetreffen, dem Kinder- und Seniorenball, steht auch im Fasching 2013 die Rosenmontagsgaudi als absolutes Highlight auf dem Programm. Diesmal allerdings in gestraffter Form (höchstens drei Stunden) und fast ausschließlich von den Burgfunken selbst beziehungsweise den Gaudifunken und der sich in das Reich der Pharaonen und Ägypter wagenden Männergarde gestaltet. Mit dabei sein wird erstmals Verwandlungskünstler Stefan Dietrich aus dem fränkischen Eiterfeld aus der Nähe von Fulda. Dieser ist bekannt dafür, dass er es versteht, sein Publikum zu Lachsalven hinzureißen.
Auf Anfrage von Ritter Peter Schöpfl wird es aufgrund der Kürze der närrischen Tage in der kommenden Saison und damit aus terminlichen Gründen, keinen Faschingsumzug geben.