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Festgottesdienst: Eine kleine Pfarrei gibt ein großes Signal

Festgottesdienst

Eine kleine Pfarrei gibt ein großes Signal

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    Nach der Weihe ließ Pater Stefan Ulrich Kling zum ersten Mal die neue Orgel erklingen. Gesanglich umrahmt wurde die Eucharistiefeier von Regina Adldinger und Martina Stemmer (hinter dem Organisten).
    Nach der Weihe ließ Pater Stefan Ulrich Kling zum ersten Mal die neue Orgel erklingen. Gesanglich umrahmt wurde die Eucharistiefeier von Regina Adldinger und Martina Stemmer (hinter dem Organisten).

    Wengen Kommt ein hoher Geistlicher ins Burgheimer Hinterland, dann will das schon was heißen. 1985 war es Weihbischof Max Zieglbauer, der damals die frisch renovierte Filialkirche in Eschling segnete. Gestern machte der Augsburger Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger im benachbarten Wengen Station, um die neue Orgel in der Pfarrkirche Sankt Ottilia zu weihen.

    Für die Gläubigen der beiden Orte, die innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Burgheim eine Einheit bilden, war es ein großer Tag. 130 Seelen zählen sie gerade mal. In etwa knapp ein Viertel besucht die Heilige Messe. Gestern war das Gotteshaus aber wieder einmal rappelvoll. Auch Landrat Roland Weigert, Bürgermeister Albin Kaufmann und ein gutes Dutzend andere Ehrengäste zollten den Pfarreiangehörigen ob deren grandioser Gemeinschaftsleistung Respekt. Schließlich haben diese ihre neue Orgel durch Spenden selbst finanziert. Einschließlich der Renovierung der Empore und eines neuen Chorgestühls mussten sie dafür 120000 Euro aufbringen. Sechs Jahre war das Opfergeld ausschließlich für die neue Orgel bestimmt. Und – man höre und staune – die Pfarrei hat keine Schulden. „Alles ist bezahlt“, freut sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Bernhard Weis. Groß war auch die Freude, als der liturgische Dienst mit Weihbischof Anton Losinger unter dem Geleit der Marktkapelle Burgheim sowie der Fahnenabordnung der Floriansjünger vom Feuerwehrhaus zu der auf einer Anhöhe liegenden Kirche zog.

    „Eine Pfarrei, die sich eine Orgel leistet, gibt das Signal, dass sie Zukunft hat“, hob Regionaldekan Werner Dippel zu Beginn der unter der Zelebration von ihm sowie Weihbischof Anton Losinger und Kaplan Josef Paryathara stehenden Eucharistiefeier hervor. Nicht wie allgemein üblich auf der Empore, sondern unten vom Kirchenschiff aus mit Blick nach oben, segnete der hohe geistliche Würdenträger der Diözese Augsburg die neue Errungenschaft.

    Erst dann griff Pater Stefan Ulrich Kling vom Prämonstratenserkloster Roggenburg und Leiter des Amtes für Kirchenmusik, begleitet von den herrlichen Stimmen der beiden Solistinnen Martina Stemmer und Regina Adldinger zum ersten Mal offiziell in die Tasten der neuen Orgel. Als Instrument der Herzen bringe diese sowohl die Freude als auch den Lobpreis Gottes sowie den Dank der Gläubigen zum Ausdruck, so Weihbischof Anton Losinger. Gemäß dem Weg des zweiten vatikanischen Konzils hinein in die moderne Zeit sollen die Pfeifen einer Orgel der traditionellen katholischen Kirche zu hohen Sphären verhelfen, wünscht sich der Weihbischof.

    Im Anschluss folgte im Feuerwehrhaus der weltliche Akt. Am Nachmittag gab es das erste Konzert auf der Orgel. (Bericht hierzu folgt.)

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