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Aschermittwoch: Zeit für Verzicht

Aschermittwoch

Zeit für Verzicht

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    Sieben Wochen ohne die kleinen Leckereien, die das Leben ab und zu versüßen – das haben sich viele Menschen vorgenommen. Nicht immer steht der religiöse Gedanke im Vordergrund.
    Sieben Wochen ohne die kleinen Leckereien, die das Leben ab und zu versüßen – das haben sich viele Menschen vorgenommen. Nicht immer steht der religiöse Gedanke im Vordergrund. Foto: Foto: Epd

    Ute Stiglmair (20): Sie ist erst 20 Jahre und doch ist die Fastenzeit für sie fester Bestandteil des Jahres. Ute Stiglmair hat schon mit 14 Jahren das erste Mal sieben Wochen lang auf Schokolade und Chips verzichtet. „Das war eigentlich eine Idee einer Freundin und mir“, sagt die junge Neuburgerin. Die Idee ist geblieben. So wird sie bis Ostern auf „alles, was süchtig macht“ verzichten. Dazu gehören neben Schokolade, Gummibärchen und süße Teilchen vom Bäcker auch Knabbereien. „Der Aschermittwoch ist für mich ein guter Tag, um damit anzufangen“, sagt sie. Sie kennt zwar die religiöse Bedeutung der Fastenzeit. Doch für sie steht eigentlich mehr die Gesundheit im Vordergrund.

    Brigitte Bößhenz (67): Die Stadträtin ist seit 15 Jahren Mitorganisatorin der Neuburger Fastenwoche. Schon als Kind aß sie aus religiösen Gründen bis Ostern keine Süßigkeiten. Heute gibt es für sie ab 26. März für eine Woche nur Gemüsebrühe, Säfte, Wasser und Tee. Beim allerersten Mal empfand sie das Fasten als schwierig, gibt Bößhenz zu. Doch mittlerweile freue sie sich wie viele andere Teilnehmer immer schon aufs nächste Jahr: „Der Kopf wird frei und man kann besser arbeiten.“ Das Wichtigste ist für sie aber die Gemeinschaft und die Erfahrungen der anderen Teilnehmer beim Fastenstammtisch. Danach lebe man viel bewusster und sei schon „für ein Knäckebrot“ dankbar.

    Generaloberin Maria Goretti Böck (71): Die Leiterin des Maria-Ward- Klosters fastet „mit Leib und Seele“. Der Sinn der Fastenzeit sei die Umkehr zu Gott. Durch den Verzicht werde der Körper aber auch der Geist beweglicher. Außerdem könne man sich die eigene Lebensweise bewusster machen. Im Maria-Ward- Kloster wird nur am Aschermittwoch und Karfreitag streng gefastet. Ansonsten verzichten die Klosterschwestern auf sämtliche Genussmittel, wie zum Beispiel Alkohol, und beten mehr als sonst. Auch wenn Goretti Böck weiß, dass der Trend zum reinen „Heilfasten“ geht, hofft sie doch, dass einige Menschen diese Erfahrung mit Besinnung verbinden. (fene/ohta/utst)

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