Nördlingen „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, die regionale Wirtschaft und das Wissenschaftsministerium für dieses so immens wichtige Projekt gewonnen zu haben“, sagt Professor Dr. Markus Glück, Leiter des Technologiecentrums Westbayern (TCW) in Nördlingen nach der Unterzeichnung des Stiftervertrags in Augsburg und der Gründung des „Hochschulzentrums Donau-Ries“ (wir berichteten). Geplant sei, dass noch im März die ersten Blockseminare am TCW starten können.
„Am Ende ging es ganz schnell“, so Markus Glück: „Nachdem wir noch vor der Sitzung des Stifterbeirats nicht wussten, ob alle vertraglichen Details noch rechtzeitig geregelt werden können, haben wir uns im Vorfeld zurückgehalten. Am Donnerstag war es dann so weit und am Freitagabend gab die Hochschule auch offiziell die Meldung frei.“
Mehr als eine Million Euro investieren die Stifterfirmen ergänzend zu den bereits 2,2 Millionen Euro aus Fördermitteln des Freistaats Bayern und der EU. Damit beginne für die Region und das Technologie Centrum Westbayern im zehnten Jahr des Bestehens ein großer Ausbauschritt.
Ab dem Sommersemester (Start 15. März 2012) sollen die ersten Blockseminare am TCW starten, schildert Markus Glück die Pläne: Gleichzeitig würden zwei neue Stiftungsprofessuren ausgeschrieben. Nach der in der Regel vierwöchigen Bewerbungsfrist beginne das Auswahlverfahren, die Prüfung und der vorgeschriebene Auswahlprozess.
„Wir werden ein ambitioniertes Ziel verfolgen, können uns aber nicht ganz sicher sein, ob wir es schaffen“, formulierte es Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Eberhard Schurk nach Mitteilung Glücks. Das Ziel sei es, nach Möglichkeit die ersten weiteren Professoren zum Start des Wintersemesters im Oktober 2012 gewonnen zu haben.
Das neue Hochschulzentrum der Hochschule Augsburg mit Weiterbildungs-, Studien- und Technologietransferzentrum will für akademische Bildung und angewandte Forschung am Standort Nördlingen sorgen. Das neu gegründete Studienzentrum vervollständigt die neue Institution. Fachlicher Schwerpunkt des Zentrums für Nordschwaben sollen betriebswirtschaftliche Inhalte und vor allem das Lehrgebiet Robotertechnik und Automatisierung sein.
„Für die Region bedeutet die Gründung des Studienzentrums einen Meilenstein in der Entwicklung unseres Schwerpunktthemas Bildung“, sagte Landrat Stefan Rößle laut Pressemitteilung bei der Gründung des Studienzentrums. Fachkräftenachwuchs und -nachqualifizierung sei durch die neue Einrichtung gerade in dem für die Region relevanten Bereich Automatisierungstechnik nachhaltig gesichert. Rößle: „Der gesamte Standort Nordschwaben wird durch die akademischen Angebote an Attraktivität gewinnen.“
Anspruchsvolle Produkte
„Wir Firmen entwickeln technologisch hoch anspruchsvolle und zukunftsträchtige Produkte. Hierzu benötigen wir das Entwicklungs- und Forschungs-know-how der Hochschulen“, erklärt Jürgen Leo, Geschäftsführer von MR Plan, der dem Stifterbeirat angehört.
Hochschulpräsident Schurk wies darauf hin, dass mit Lehre, Weiterbildung und Forschung in der Region das ganze Aufgabenspektrum hochschulischer Bildung vorhanden sei. „Die verstärkte Präsenz der Hochschule in Nördlingen ist unser aktiver Beitrag zum Wachstum des Wirtschaftsraums Donau-Ries und unser Beitrag zur hiesigen Technologieentwicklung“, sagte Prof. Schurk. (RN)