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Wiedersehen: Die Bande rissen nie ab

Wiedersehen

Die Bande rissen nie ab

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    Die pensionierten „Junglehrer“ Mönchsdeggingens trafen sich im Reimlinger Schloss zur Vernissage mit ihrer Kollegin Inge Lüthje. Von links nach rechts: Agnes Kohnle, Dieter Schneider, Sven Lüthje, Christa Eichhorn, Anne Pschibul, Alfred Hausmann, Silke Pfeiffer, Inge Lüthje, Rudi Pschibul, Gisela Hausmann-Matreux, Helga Krieger. Auf diesem Bild wurden Personen nachträglich eingefügt.
    Die pensionierten „Junglehrer“ Mönchsdeggingens trafen sich im Reimlinger Schloss zur Vernissage mit ihrer Kollegin Inge Lüthje. Von links nach rechts: Agnes Kohnle, Dieter Schneider, Sven Lüthje, Christa Eichhorn, Anne Pschibul, Alfred Hausmann, Silke Pfeiffer, Inge Lüthje, Rudi Pschibul, Gisela Hausmann-Matreux, Helga Krieger. Auf diesem Bild wurden Personen nachträglich eingefügt. Foto: pm

    Mönchsdeggingen/Reimlingen Anfang der 70er Jahre standen sie mit klopfendem Herzen zum ersten Mal vor einer Klasse der Mönchsdegginger Schule mit damals über 40 Schülern. Neun ehemalige Junglehrer und Junglehrerinnen waren nach ihrer ersten Lehramtsprüfung an der Pädagogischen Hochschule zur weiteren Ausbildung ins Ries geschickt worden. Nun wurden aus den „68er Studenten“ Beamte.

    Mittlerweile haben sie alle etwa 40 Berufsjahre an den Schulen Bayerns oder Baden Württembergs hinter sich gebracht und können ihren Ruhestand sichtlich genießen. Aber die „Degginger“ Zeit ist allen noch sehr präsent. „Damals haben sich zwischen uns Freundschaften entwickelt, die bis heute halten, obwohl viele später in Augsburg oder sogar in anderen Bundesländern arbeiteten. Wir verbrachten nicht nur die Arbeitszeit zusammen, sondern auch den größten Teil unserer Freizeit und manche sogar den Urlaub. Im Nördlinger Seminar wurden wir damals als ’eingeschworene Truppe’ wahrgenommen“, erzählt Alfred Hausmann, von 1970 bis 1975 Lehramtskandidat in Mönchsdeggingen. „Von der Schulleitung (Julius Kavasch und Hans Gunkel) und den etwas älteren Kollegen wurden wir und unsere gelegentlichen Eskapaden recht wohlwollend aufgenommen. Wir wurden auch später immer zu den Schuljubiläen sehr herzlich eingeladen und sind gerne gekommen.“

    Am 4. Mai trafen sich die Ehemaligen wieder, diesmal im prächtigen Renaissanceschloss in Reimlingen. Anlass war die Eröffnung der Ausstellung „Körper in Bild und Ton“ der Künstlerin Inge Lüthje, ehemalige Mönchsdegginger Lehrerin für Gestaltung und Ernährung. Die Feierstunde, von etwa 50 Kunstfreunden besucht, wurde vom Chor des Gesangvereins unter Leitung von Rektor im Ruhestand, Dieter Schneider, schwungvoll und professionell gestaltet. Eine launige Laudatio aus der Sicht des „Prinzgemahls“ einer Künstlerin hielt ihr Ehemann Sven Lüthje. Nach der Vertiefung in die eindrucksvollen Bilder und Plastiken ihrer Kollegin ließen die Besucher aus Baden, der Pfalz, Augsburg und dem Ries den Abend im Weinkeller des Schlosses ausklingen. Hier wurde beim Schoppen die Junglehrerzeit mit ihren Anekdoten über Kollegen und Schüler wieder lebendig.

    Die Ausstellung in der Alten Wache des Reimlinger Schlosses ist bis zum 28. Mai geöffnet. Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und feiertags von 14 bis 18 Uhr. (pm)

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