Samstag, 25. Mai 2013

14. März 2012 18:32 Uhr

Prinz Johan Friso

Aldi nimmt Film über Prinz Friso aus dem Sortiment

Bei Aldi war ein Film über Prinz Johan Friso erhältlich. Der Film wurde aus dem Regal genommen - aus Respekt vor der Privatsphäre des Verunglückten und wegen pikanter Szenen.

Kein Film über Prinz Johan Friso: Der Lebensmitteldiscounter Aldi hat in den Niederlanden den Verkauf eines Films über den verunglückten  Prinz Friso gestoppt. Das bestätigte eine Sprecherin der niederländischen Aldi-Märkte am Mittwoch.

Aldi will die Privatsphäre von Prinz Johan Friso respektieren

Man wolle nach seinem Unfall die Privatsphäre von Prinz Friso und seiner Frau Mabel respektieren, hieß es. Der 43-Jährige liegt nach einem Skiunfall im Koma. Die Tageszeitung «Algemeen Dagblad» hatte berichtet,  dass Aldi die DVD des TV-Zweiteilers «De Prins en het Meisje» («Der Prinz und das Mädchen») aus dem Sortiment genommen hatte.

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Film handelt von Prinz Johan Friso und seiner Frau

Der im Jahr 2007 entstandene Film handelt von den Anfängen der Beziehung zwischen Friso und Mabel Wisse Smit. Enthalten sind auch umstrittene Passagen über Wisse Smits Kontakte zu dem angeblichen Gangsterboss Klaas Bruinsma. Friso hatte für seine Ehe auf die Thronfolge verzichtet. Der Prinz liegt seit seinem Skiunfall im Februar im Koma und wird in einer Londoner Klinik behandelt.

Nach einem Lawinenunfall in Österreich bleibt der zweitälteste Sohn von Königin Beatrix womöglich dauerhaft im Koma. Seine Frau, Prinzessin Mabel, und die Königsfamilie müssen nun über die Zukunft des im Volk beliebten Friso entscheiden. Der Prinz wurde von Österreich nach London geflogen. Dort kam er in eine Spezialklinik. Man werde versuchen, mit der Rehabilitation zu beginnen, teilte das Königshaus mit. Friso werde optimal versorgt.

Prinz Friso: Lebenslang im Koma?

Bei seinem Lawinenunfall erlitt der Prinz einen schweren Hirnschaden. Der 43-Jährige bleibt womöglich lebenslang im Koma. Der Sauerstoffmangel habe das Gehirn schwer geschädigt, teilten seine Ärzte mit. Eine Lawine hatte ihn beim Skifahren nahe Lech am Arlberg verschüttet. Selbst wenn er aus dem Koma aufwachen würde, werde seine Wiedereingliederung viele Monate dauern, wenn nicht gar Jahre, sagten die Ärzte.

Prinz Friso: Niederlande geschockt

Der Unfall hat eine Debatte über die Behandlung von Komapatienten angestoßen. Die einzige Reha-Klinik, das «Leijpark»-Klinikum in Tilburg, ist auf jüngere Patienten spezialisiert und behandelt nur Patienten, die jünger als 25 sind. Vincent Buitendijk von der Klinikverwaltung «Libra Zorggroup» erklärt, warum: Das Gehirn höre ab dem Alter von 25 Jahren auf, sich zu entwicklen. Es gebe dann auch keine Regeneration von Gehirnzellen mehr, sagte Buitendijk der Online-Nachrichtenseite «NU.nl».

Frisos Frau Mabel und der Rest der Familie müssen sich auch mit der schwierigen Entscheidung befassen, ob lebenserhaltende Geräte abgeschaltet werden sollen, falls die Behandlung keine Wirkung zeigt. Für die Königsfamilie wäre diese Entscheidung aufgrund ihres besonderen Status in der Öffentlichkeit wohl noch schwieriger als sie eh schon ist, meinen Beobachter. AZ/dpa

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