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Busunfall in der Schweiz: Belgien trauert um Todesopfer des schweren Busunglücks

Busunfall in der Schweiz

Belgien trauert um Todesopfer des schweren Busunglücks

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    Ein Land trauert: Mit einer Schweigeminute gedenken Menschen am 16. März 2012 den Opfern eines schweren Busunglücks.
    Ein Land trauert: Mit einer Schweigeminute gedenken Menschen am 16. März 2012 den Opfern eines schweren Busunglücks. Foto: dpa

    Belgien hat am Freitag um die 28 Todesopfer, darunter 22 Kinder, des schweren Busunfalls in der Schweiz getrauert. Um 11.00 Uhr stand vielerorts das öffentliche  Leben eine Minute lang still. Eine Autopsie der Leiche des Busfahrers ergab, dass er zum Zeitpunkt des Unglücks bei vollem Bewusstsein war und keinen Alkohol getrunken hatte.

    Angehörige, Mitschüler und Lehrer versammelten sich in den Schulen

    Sowohl im nördlichen Landesteil Flandern, von wo die Opfer stammten, als auch in der frankophonen Wallonie und der Hauptstadt  Brüssel wurde der Unfallopfer gedacht. "Die ganze Stadt, die ganze Provinz, ganz Belgien unterstützt die Familien", sagte Dirk De Vroede, ein Bürger in Lommel, woher die meisten Opfer kamen.

    Ministerpräsident Elio Di Rupo versammelte sein Kabinett im Hof des Regierungssitzes in Brüssel. Die Flaggen vor belgischen Institutionen und auch dem Sitz des Europäischen Parlaments wehten auf Halbmast. Im Anschluss an die Schweigeminuten läuteten  Kirchenglocken im ganzen Land. In den Schulen der Opfer in den flämischen Orten Lommel und  Heverlee versammelten sich Angehörige, Mitschüler und Lehrer in den Höfen. Kinder hielten sich an den Händen, Erwachsene weinten. In Lommel wurden aus der Schweigeminute fünf stille Minuten, in Heverlee ließen Schüler weiße Luftballons aufsteigen.

    Vier schwerverletzte Kinder sind weiter in der Schweiz

    Auch in den Niederlande wurde des Unglücks gedacht. Sechs der getöteten Kinder hatten die niederländische Staatsangehörigkeit. "Es gibt keine niederländischen Opfer und belgische Opfer, es gibt nur Opfer", erklärte Regierungschef Mark Rutte in Den Haag.

    Mädchen aus dem Koma erwacht

    Am Vormittag trafen die Särge mit den 28 Todesopfern auf einem Armeeflughafen nahe Brüssel ein. Insgesamt 20 der 24 Verletzten wurden in Flugzeugen nach Belgien gebracht. Vier Kinder mussten wegen der Schwere ihrer Verletzungen weiter in Schweizer Hospitälern bleiben. Eins der Kinder, ein Mädchen, erwachte bereits am Donnerstag aus  dem künstlichen Koma, wie das behandelnde Krankenhaus in Lausanne am Freitag mitteilte. "Seit gestern ist sie bei vollem Bewusstsein  und kann sich mit ihrer Umgebung austauschen", hieß es in einer Mitteilung.

    Obduktion des Busfahrers: Keine Hinweise auf körperliche Leiden

    Der Unfallbus hatte 52 Insassen, 46 Kinder und sechs Erwachsene. 22 Kinder und sechs Erwachsene wurden getötet, als der Bus am Dienstagabend in einem Autobahntunnel bei Siders im Wallis gegen die Mauer einer Nothaltebucht prallte. Auch ein Junge aus Deutschland wurde nach Berliner Regierungsangaben verletzt.

    Die Schweizer Justiz teilte am Freitag mit, die Obduktion des Leichnams des Busfahrers habe keine Hinweise auf Trunkenheit oder körperliche Leiden wie einen Schlaganfall oder Herzinfarkt ergeben. Weitere Untersuchungen sollten folgen. Die Justiz untersucht zudem mögliches technisches oder menschliches Versagen. AZ/afp

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