Aufgrund der Affäre um die Wochenzeitung "News of the World", die im Juli eingestellt worden war, hatten Besitzer Rupert Murdoch und sein Sohn James im Parlament Stellung beziehen müssen. Es ging um die Vorwürfe, Journalisten der Zeitung hätten Prominente abgehört, Polizisten bestochen und Handys geknackt. Darunter war das Handy eines entführten Mädchens gewesen.
Während der Anhörung am 19. Juli vor dem Medienausschuss des Unterhauses bewarf Jonathan May-Bowles Rupert Murdoch mit einem Teller voll Rasierschaum. Der britische Komiker, der unter dem Künstlernamen Jonnie Marbles auftritt, gab vor Gericht den Angriff zu. Der wurde zu einer sechswöchigen Gefängnisstrafe verurteilt und muss eine Geldstrafe in Höhe von 250 Pfund (285 Euro) zahlen. Das entschied ein Londoner Gericht am Dienstag.
May-Bowles hatte seinen Angriff mit den Worten verteidigt, dieser sei nichts im Vergleich zu den "Missetaten", die Murdoch und sein britischer Zeitungsverlag News International verbrochen hätten. Er sprach Murdochs Frau Wendi Deng zudem "großen Respekt" aus - diese hatte bei dem Schaumangriff ihrerseits May-Bowles attackiert. afp