Rupert Keith Murdoch wurde am 11. März 1931 in Melbourne in Australien geboren. Bis zum Tod seines Vaters studierte er in Oxford in Großbritannien Philosophie, Politik- und Wirtschaftswissenschaften. Als er 21 Jahre alt war, starb sein Vater. Murdoch kehrte nach Australien zurück und übernahm die Geschäftsführung in der väterlichen Firma, News Limited, ein australisches Medienunternehmen.
Mit dem Kauf weiterer australischer Zeitung vergrößerte Murdoch das Unternehmen. 1964 brachte er die erste landesweite australische Tageszeitung heraus, "The Australian". 1972 kaufte er "The Daily Telegraph". Vier Jahre später eroberte Murdoch den britischen Zeitungsmarkt und übernahm die "News of the World". 1969 folgte die Tageszeitung "The Sun". 1981 übernahm er "The Times" und "The Sunday Times". Seit 1973 ist Murdoch auch im US-amerikanischen Medienmarkt aktiv. Er kaufte diverse Zeitungen, das Filmstudio 20th Century Fox ("Avatar") und verschiedene Fernsehsender. 1985 nahm er auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft an, um dort Fernsehstationen kaufen zu können. Damit verlor er die australische Staatsangehörigkeit. Auch in Deutschland ist Murdoch aktiv. Im gehört der Bezahlsender Sky.
Murdochs Medien mischten aktiv in der britischen und australischen Politik mit. Sowohl Großbritanniens Premierminister Tony Blair als auch später Gordon Brown trafen sich regelmäßig mit dem Australier und besprachen diverse Themen.
Der weltweit tätige Medienunternehmer ist zum dritten Mal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe stammt seine Tochter Prudence. Mit seiner zweiten Frau hat der 80-Jährige drei Kinder: Elisabeth, Lachlan und James. Kaum von seiner Frau Anna Torv geschieden, heiratete Murdoch im Alter von 68 die damals 30-jährige Chinesin Wendi Deng. Die beiden haben zwei Kinder: Grace Helen (10) und Chloe (acht). Murdochs Sohn James (38) hatte 2007 die Chefposten des Medienimperium seines Vaters in Asien und Europa übernommen.
Murdoch als Bösewicht bei James Bond?
Es wurde darüber spekuliert, ob ein Bösewicht im James-Bond-Film "Der Morgen stirbt nie" (Premiere 1997) Rupert Murdoch darstellen sollte. In dem Film mit Pierce Brosnan als Agent 007 geht es um den britischen Medienmogul Elliott Carver, der mithilfe seines Medienimperiums die Weltherrschaft gewinnen will.
Rücktrittsspekulationen um Murdoch
Nach dem Abhörskandal in Großbritannien, wird bereits über einen Rücktritt des Patriarchen diskutiert. Nachdem bekannt wurde, dass für die Sonntagszeitung "News of the World" Handys von Prominenten, einem entführten Mädchen und den Angehörigen getöteter Soldaten geknackt und abgehört wurden und Polizisten geschmiert wurden, wurde die Zeitung Anfang Juli geschlossen. Der Aktienkurs von News Corp. sinkt. Der Medienmogul hält 38 Prozent an dem Unternehmen und führt es wie einen Familienbetrieb, in dem alles nach seiner Pfeife tanzt. Jetzt mussten enge Vertraute Murdochs gehen. Zuletzt wurde auch noch ein ehemaliger Reporter der Boulevardzeitung "News of the World" tot aufgefunden. Der Enthüllungsjournalist Sean Hoare hatte in Interviews im vergangenen Jahr behauptet, dass der frühere Chefredakteur der Boulevardzeitung "News of the World" und spätere Pressechef von Premierminister David Cameron, Andy Coulson, über das Abhören von Handys informiert gewesen sei.
Medienmogul Rupert Murdoch, sein Sohn James und die inzwischen zurückgetretene Chefin der Murdoch-Zeitungsgruppe News International, Rebekah Brooks, sollten unterdessen am Dienstag (14.30 Uhr Ortszeit, 15.30 Uhr MESZ) vor dem Medienausschuss des Unterhauses zum Abhörskandal Stellung nehmen. Brooks war am Sonntag festgenommen und nach zwölfstündiger Befragung gegen Kaution freigelassen worden. Laut Polizei steht sie unter Verdacht, für die Bestechung von Polizisten und das Abhören von Mailboxen mitverantwortlich zu sein. AZ