Der seit mehr als 24 Stunden in einem Haus im südfranzösischen Toulouse verschanzte mutmaßliche Serienattentäter will sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen doch nicht ergeben.
Innenminister: In der Nacht gab es keinen Kontakt
Der 23-jährige Mohammed M. erscheine seit Mittwochabend in einem "sehr verschlossenen Zustand" und weigere sich, sich zu ergeben, sagte eine den Ermittlern nahestehende Quelle am Donnerstag. Zugleich wirke er sehr "entschlossen". Zuvor hatte der Mann bei Verhandlungen über Funk mit den Eliteeinheiten vor dem Haus angegeben, sich ergeben zu wollen, hatte dies dann aber nicht getan.
Die ganze Nacht versuchten die Elitepolizisten in einem aufreibenden Nervenkrieg, den mutmaßlichen Täter zur Aufgabe zu bewegen. Nach Angaben von Innenminister Claude Guéant gab es in der Nacht jedoch keinen Kontakt mehr zu dem Mann. "Wir haben während der Nacht keinen Kontakt mit ihm gehabt, alle Hypothesen sind möglich; wir hoffen, er lebt noch", erklärte Guéant.
Einsatzkräfte erhöhen Druck: Detonationen nahe der Fenster
Die Einsatzkräfte versuchten unter anderem, den Druck mit mehreren Detonationen nahe der Fenster des Hauses zu erhöhen. M. hält sich seit Mittwoch 03.00 Uhr in der Wohnung verschanzt. Mehrere Versuche, die Wohnung in der Nacht zum Mittwoch zu stürmen, scheiterten, da der schwer bewaffnete Mann durch die Tür auf die Polizisten schoss. afp, dpa