Der scheidende französische Präsident plant seine Zukunft. Erst will er Ruhe, dann hat er viel vor. Aber was ist mit Carla Bruni-Sarkozy?



Erst will er sich ein paar Tage Urlaub gönnen, dann plant der scheidende französische Präsident Nicolas Sarkozy, wieder als Anwalt zu arbeiten. Sein Berater Franck Louvrier sagte, dass sich der 57-Jährige schon bald wieder bei der Anwaltskammer Paris einschreiben wolle.
Sarkozy sei immer noch Teilhaber der Kanzlei seines Partners Arnaud Claude. Nach der Amtsübergabe am kommenden Dienstag werde der Präsident aber zuerst einmal Urlaub machen, wahrscheinlich in der Ferienvilla seiner Frau Carla Bruni-Sarkozy an der Côte d'Azur. Auch Giulia, das sechs Monate alte Töchterchen der beiden, wird dabei wohl mit von der Partie sein. Der konservative Staatschef Sarkozy, der die Stichwahl am Sonntag gegen den Sozialisten François Hollande verlor, hatte noch am Wahlabend seinen Ausstieg aus der Politik angedeutet. Er sagte: "Nach 35 Jahren in der Politik kann mein Platz nicht mehr derselbe sein." Seine politische Karriere hatte er mit 28 Jahren als Bürgermeister des Pariser Nobelvororts Neuilly begonnen.
Welche Pläne Carla Bruni-Sarkozy für die Zukunft hat, darüber spekulieren französische Medien. Und sie erinnern an einen Satz, den die 44-Jährige einmal gesagt haben soll: Dass sie einen Mann wolle, der Macht über eine Atombombe hat. Damit ist es ab kommenden Dienstag erst einmal vorbei. Für den Herbst kündigte das frühere Top-Model, das zuletzt als Sängerin Karriere machte, eine neue CD an. Drei CDs brachte die 44-Jährige mit der sanften Stimme bereits heraus, ihre erstes Album «Quelqu'un m'a dit» wurde auch im Ausland hunderttausendfach verkauft.
»Carla hat ihre Karriere während der Amtszeit von Nicolas Sarkozy nicht auf Eis gelegt», sagt ihre Sprecherin Véronique Rampazzo. Vielmehr habe die Musikerin, die sich oft selbst auf der Gitarre begleitet, «in ihrem Rhythmus» weiter Lieder geschrieben. Eine große Zukunft als Künstlerin hat die 44-Jährige nach Ansicht des Musikkritikers Bertrand Dicale allerdings nicht vor sich: «Man hat die Tendenz, die beiden Persönlichkeiten zu vermengen: den Politiker und die Sängerin».
Brunis Musiker-Freund Louis Bertignac verteidigt dagegen die First Lady: «Vielleicht trägt das Publikum ihr nach, dass sie Präsidentengattin war, aber ich finde das wirklich idiotisch.» Die Musikerin habe «wirklich Talent beim Komponieren». Auch als Schauspielerin hat sich die scheidende Première Dame bereits versucht in dem Woody-Allen-Film «Midnight in Paris». Gerüchte, dass Bruni-Sarkozy in einem Film ihrer Schwester Valeria Bruni-Tedeschi auf die Leinwand zurückkehren könnte, dementierte ihre Sprecherin Rampazzo allerdings: «Das ist eine Erfindung.» afp/AZ
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