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Baskische Terrororganisation: ETA kündigt Ende des bewaffneten Kampfes an

Baskische Terrororganisation

ETA kündigt Ende des bewaffneten Kampfes an

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    Die ETA will ihre bewaffnete Aktivität "definitiv einstellen".
    Die ETA will ihre bewaffnete Aktivität "definitiv einstellen". Foto: dpa

    Hoffnung für Spanien: Die baskische Terrororganisation ETA hat ein Ende ihres seit 43 Jahren andauernden bewaffneten Kampfes angekündigt. Die Nachricht wurde am Donnerstag zunächst über die baskische Tageszeitung "Gara" verbreitet, die von der Organisation häufig als Sprachrohr verwendet wird. Die ETA hatte bereits im Januar einen dauerhaften Waffenstillstand verkündet, sich aber bisher nicht offiziell von der Gewalt abgewandt. 

    "Die ETA hat entschieden, ihre bewaffnete Aktivität definitiv einzustellen", heißt es in der Erklärung. Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero sprach von einem "Sieg von Demokratie, Gesetz und Vernunft". Auch der frühere langjährige Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba, der den Kampf gegen die ETA angeführt hatte, feierte die Nachricht als "großen Sieg der Demokratie".

    Zapatero: "Demokratie ohne Terrorismus"

    "Wir werden eine Demokratie ohne Terrorismus haben", sagte Zapatero. Spanien werde aber das Leid der Opfer des Terrors nicht vergessen. Der konservative Oppositionsführer Mariano Rajoy sprach ebenfalls von einer "guten Nachricht", unterstrich aber zugleich, dass die Spanier erst dann beruhigt sein könnten, wenn die ETA sich vollständig aufgelöst habe. Im fernen Kolumbien reagierte Präsident Juan Manuel Santos erfreut auf die Erklärung der Terrororganisation. "Ankündigung von ETA willkommen", twitterte er in der Nacht zum Freitag. "Hoffentlich folgen die FARC dem Beispiel", fügte er mit Blick auf die kolumbianische Guerilla-Gruppe "Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC)" hinzu.

    Die ETA folgte mit ihrer Ankündigung der Forderung einer internationalen Friedenskonferenz, die die Terroristen am Wochenende zu einer Niederlegung der Waffen aufgerufen hatte. Das Treffen in der nordspanischen Küstenstadt San Sebastián hatte unter dem Vorsitz des frühere UN-Generalsekretärs Kofi Annan gestanden.

    Mehr als 830 Menschen gestorben

    "Euskadi Ta Askatasuna" (Baskenland und Freiheit, ETA) kämpft seit gut 50 Jahren für die Gründung eines unabhängigen baskischen Staates. Ihr erstes Attentat verübte sie im Jahr 1968. Seither kamen bei etwa 4000 Terroranschlägen mehr als 830 Männer, Frauen und Kinder ums Leben. Rund 2300 Menschen wurden verletzt. Tausende Politiker, Richter und hohe Beamte im Baskenland mussten von Leibwächtern vor den Terroristen geschützt werden. Das letzte Attentat der ETA liegt zwei Jahre zurück.

    "Im Baskenland beginnen nun neue politische Zeiten", betonte die ETA in ihrem Kommuniqué. "Anstelle von Gewalt und Repression sollen Dialog und Einvernehmen den neuen Zyklus bestimmen." (dapd, dpa)

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