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Bombenanschlag in Weißrussland: Metro-Attentäter von Minsk hingerichtet

Bombenanschlag in Weißrussland

Metro-Attentäter von Minsk hingerichtet

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    Rettungskräfte und Passanten tragen im April 2011 in Minsk einen Verletzten zu einem Rettungswagen.
    Rettungskräfte und Passanten tragen im April 2011 in Minsk einen Verletzten zu einem Rettungswagen. Foto: Anton Motolko, dpa

    Der Sprengsatz, der in der Metro von Minsk im April 2011 hochgegangen war, war mit Metallteilen gespickt und hatte fünf bis sieben Kilogramm TNT. Bei dem verheerenden Anschlag in der Hauptstadt Weißrusslands starben 15 Menschen, über 160 wurden verletzt.

    Einer der U-Bahn-Attentäter hingerichtet

    Knapp ein Jahr nach dem Bombenanschlag auf die U-Bahn ist einer der beiden verurteilten Täter hingerichtet worden. Die Angehörigen von Wladislaw Kowalew sind vom Obersten Gericht des Landes darüber informiert worden, dass dieser erschossen worden ist, erklärte die Menschenrechtsgruppe Wiasna am Samstag unter Berufung auf eine Schwester des Hingerichteten.

    Westerwelle kritisiert die Hinrichtung

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat die Vollstreckung der Todesstrafe an einem der beiden verurteilten Täter des U-Bahn-Bombenanschlags im weißrussischen Minsk verurteilt. Er bedauere, dass Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko "alle internationalen Appelle, da Todesurteil nicht zu vollstrecken, ignoriert hat", erklärte Westerwelle am Samstag in Berlin. Zugleich forderte er die weißrussische Führung auf, das Todesurteil gegen den zweiten Verurteilten auszusetzen.

    Der Oberste Gerichtshof des Landes hatte Kowalew und den ebenfalls angeklagten Dmitri Konowalow Ende November wegen des  Anschlags auf die Minsker U-Bahn-Station Oktjabrskaja am 11. April zum Tode verurteilt. Es war der schwerste Anschlag in Weißrussland seit der Unabhängigkeit des  Landes von der Sowjetunion im Jahr 1991. Damals wurden 15 Menschen getötet und mehr als 160 verletzt. Der Bahnhof liegt in der Nähe des Büros und  der Residenz von Staatschef Alexander Lukaschenko.

    Staatschef Lukaschenko lehnte Gnadengesuch ab

    Lukaschenko hatte am Mittwoch eine Begnadigung der beiden Männer abgelehnt. Sowohl die Bundesregierung als auch die Europäische  Union hatten daraufhin gefordert, die Hinrichtung aufzuhalten.  Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Todesstrafe sei  "unter keinen Umständen zu rechtfertigen", zumal "wenn es wie in  diesem Fall Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Verfahrens" gebe.  Nach dem Anschlag waren Spekulationen aufgekommen, die Regierung selbst könnte für die Tat verantwortlich sein, weil sie ein hartes  Vorgehen gegen innenpolitische Gegner rechtfertigen wollte. AZ/afp

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