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Schäuble schlägt vor: Nachfolge von IWF-Chef Strauss-Kahn

Schäuble schlägt vor

Nachfolge von IWF-Chef Strauss-Kahn

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    Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde.
    Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde.

    Das Rennen um die Nachfolge des zurückgetretenen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn beginnt. Am Montag wird die Suche dann auch offiziell: Bis zum 10. Juni sollen die Kandidaturen für den Posten an der Spitze des Währungsfonds eingereicht werden, wie der IWF in Washington mitteilte. Strauss-Kahn steht inzwischen nach der Freilassung aus der Untersuchungshaft in einem New Yorker Apartment unter Hausarrest. Er wird rund um die Uhr bewacht und muss eine elektrische Fußfessel tragen. Bis spätestens Ende Juni solle dann über einen Nachfolger für Strauss-Kahn entschieden werden, hieß es in einer Mitteilung des IWF. Darauf hätten sich die 24 im IWF-Verwaltungsrat vertretenen Staaten oder Staatengruppen geeinigt.

    IWF-Chef kommt vermutlich aus Europa

    Ziel sei es, den neuen IWF-Direktor im Konsens zu ernennen, möglich sei aber auch eine Mehrheitsentscheidung. Die Auswahl solle auf transparente Art erfolgen und auf den Fähigkeiten des Kandidaten basieren. Traditionell stellen die Europäer den IWF-Direktor, die USA dafür den Chef der Weltbank. Aber auch die aufstrebenden Schwellenländer haben Ansprüche auf den IWF-Spitzenposten angemeldet. Russland hat bereits einen Kandidaten ausgesucht, Südafrika und Indien könnten mit jeweils eigenen Kandidaten versuchen, sich auf der Bühne der internationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik zu profilieren. Auch China denkt über eine Kandidatur nach.

    Christine Lagarde als Favoritin

    Als chancenreichste Anwärterin auf den Posten gilt indes Frankreichs Finanzministerin Christine Lagarde, sie genießt in zahlreichen EU-Staaten und auch bei der US-Regierung ein hohes Ansehen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte der "Bild am Sonntag", Lagarde sei "in der Sache und als Person hervorragend geeignet. Sie wird in der gesamten Finanzwelt überaus respektiert und geschätzt." Die europäischen IWF-Mitglieder sollten sich daher auf Lagarde als Nachfolgerin Strauss-Kahns einigen. Damit hätte "Europa beste Chancen, den Posten wieder zu besetzen", sagte Schäuble. Er bekräftigte zugleich den Anspruch der Europäer auf den Posten des IWF-Direktors.

    Strauss-Kahn war am Donnerstag wegen der gegen ihn erhobenen Vorwürfe der versuchten Vergewaltigung einer Hotelangestellten von seinem Posten an der Spitze des Währungsfonds zurückgetreten. Eine Grand Jury erhob am selben Tag formell Anklage gegen den 62-Jährigen. Ihm wird vorgeworfen, am vergangenen Samstag in einem New Yorker Luxushotel ein Zimmermädchen aus dem westafrikanischen Guinea sexuell bedrängt und zum Oralsex gezwungen zu haben.  afp/AZ

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