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Libyen: Nato beendet heute Luftwaffen-Einsatz in Libyen

Libyen

Nato beendet heute Luftwaffen-Einsatz in Libyen

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    NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bezeichnet das Ende des Luftwaffen-Einsatzes in Libyen als die erfolgreichste Mission der Geschichte.
    NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen bezeichnet das Ende des Luftwaffen-Einsatzes in Libyen als die erfolgreichste Mission der Geschichte. Foto: dpa/ Olivier Hoslet

    Die Nato beendet am Montag offiziell ihren Luftwaffen-Einsatz zum Schutz der libyschen Zivilbevölkerung "Unified Protector". Die Mission sei "eine der erfolgreichsten der Geschichte der Nato", sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Freitag. Am vergangenen Donnerstag hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen beschlossen, das Mandat für die sogenannte Flugverbotszone am 31. Oktober auslaufen zu lassen.

    Chronologie: Aufstieg und Fall von Gaddafi

    Libyens Muammar al-Gaddafi wurde als Terrorhelfer international geächtet und als Handelspartner hofiert. Im Westen galt der selbst ernannte Revolutionsführer mit bizarr anmutenden Gewohnheiten vielen als unberechenbar.

    1942: Im September nahe der Stadt Sirte in Libyen geboren.

    1963: Jura- und Geschichtsstudium für Offizierslaufbahn abgebrochen.

    1969: Ein «Bund der freien Offiziere» putscht Gaddafi an die Macht.

    1970: Ausländische Öl-Firmen in Libyen werden verstaatlicht.

    1973: Gaddafi veröffentlicht seine «Dritte Universaltheorie» als Mittelweg zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

    1977: Der «Revolutionsführer» ruft die «Sozialistische Libysch- Arabische Volks-Dschamahirija (Herrschaft der Massen)» aus.

    1985: Wegen Libyens Verstrickung in den internationalen Terrorismus verhängen die USA einen Wirtschaftsboykott.

    1986: Die USA machen Gaddafi für einen Anschlag auf die Berliner Diskothek «La Belle» verantwortlich und bombardieren Tripolis.

    1988: 270 Tote bei Explosion eines US-Jumbos über Lockerbie.

    1991: Der UN-Sicherheitsrat verhängt Sanktionen gegen Libyen.

    2003: Libyen sagt für den Anschlag von Lockerbie die Zahlung von Entschädigungen zu; die UN heben die Sanktionen auf.

    2003: Gaddafi kündigt Einstellung des libyschen Atomprogramms und die Zerstörung seiner Massenvernichtungswaffen an.

    2004: Die USA heben ihre Handelsbeschränkungen auf. 2007: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy vereinbart mit Gaddafi eine militärische und atomtechnische Kooperation. Anvisiert wird die Lieferung von Kampfjets und eines Atomkraftwerks.

    2008: Die USA schließen mit Libyen ein Öl-Handelsabkommen. 2009: Gaddafi wird für ein Jahr Ratsvorsitzender der Afrikanischen Union und fordert die «Vereinigten Staaten von Afrika».

    2009: Freundschaftsabkommen und erster Staatsbesuch Gaddafis in Rom.

    2010: Nach Festnahme seines Sohns Hannibal in Genf wegen Misshandlung von Angestellten ruft Gaddafi zum Dschihad gegen die Schweiz.

    2010: Um den Zustrom afrikanischer Flüchtlinge über Libyen einzudämmen, zahlt die EU Gaddafi 50 Millionen Euro.

    2011: Am 15. Februar demonstrieren Tausende gegen Gaddafi. Seine Gefolgsleute richten später ein Blutbad unter Zivilisten an. Der folgende Bürgerkrieg läutet den Sturz des «Führers» ein. (dpa)

    Insgesamt verbuchte das Bündnis etwa 26.000 Starts und Landungen, davon 9.600 Angriffsflüge. Seit Beginn des Einsatzes am 31. März sollen 5.900 militärische Ziele zerstört worden sein. Der langjährige Machthaber Muammar Gaddafi wurde von Rebellen gestürzt und am 20. Oktober bei Sirte unter noch nicht völlig geklärten Umständen getötet. dapd/AZ

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