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Umweltzonen: Streit um staubige Städte

Umweltzonen

Streit um staubige Städte

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    Umweltzonen bringen einer Studie zufolge nicht die erhoffte Wirkung. (Bild: dpa)
    Umweltzonen bringen einer Studie zufolge nicht die erhoffte Wirkung. (Bild: dpa)

    Augsburg Nirgendwo in Deutschland ist es staubiger als in Stuttgart. Die Feinstaubkonzentration lag hier zuletzt an jedem dritten Tag über dem zulässigen Höchstwert, in den ersten drei Monaten dieses Jahres sogar an jedem zweiten. Kempten dagegen gehört zu den Städten mit der saubersten Luft, Augsburg und Ingolstadt liegen im Mittelfeld.

    In Stuttgart gilt die Lage im Talkessel als Hauptgrund, warum sich hier die winzig kleinen, für die Lunge so gefährlichen Teilchen stark konzentrieren. Die Einführung einer Umweltzone, in der Autos mit hohen Abgaswerten nicht fahren dürfen, erwies sich indes ebenso wie in Berlin als praktisch wirkungslos.

    Messungen 2011 ergaben, dass trotz strenger Vorgaben die Luft nicht besser wird. Feinstaub-Fachmann Professor Detlev Möller von der Universität Cottbus behauptet, der meiste Feinstaub stamme sowieso nicht vom Auto, sondern von Kraftwerken und der Landwirtschaft. Nicht nur die Autolobby fordert nun vehement, die verwaltungsaufwendigen Umweltzonen wieder abzuschaffen. In Neu-Ulm will die CSU dies beantragen. Auch in Augsburg regt sich Widerstand, und die IHK Ulm fordert es bereits seit Monaten gebetsmühlenartig. Zumal die bundesweiten Fünfjahresmessungen ergaben, dass der Großteil der Jahresbelastung in den Wintermonaten stattfindet, der Autoverkehr aber übers Jahr hinweg in etwa gleich stark ist.

    Johanna Appelhans vom Bundesumweltamt interpretiert die Zahlen anders: Man dürfe Umweltzonen nur in großen Zeiträumen bewerten, sagt sie. Dann werde sich herausstellen, dass sie zur Verbesserung der Luftqualität beitragen. Außerdem, so die Expertin, gebe es zu den Fahrverboten keine Alternativen.

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