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Großaitingen: Aufbrechen, nicht abtauchen

Großaitingen

Aufbrechen, nicht abtauchen

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    Gläubige aus Oberottmarshausen zusammen mit Pfarrer Hubert Ratzinger unter dem Transparent.
    Gläubige aus Oberottmarshausen zusammen mit Pfarrer Hubert Ratzinger unter dem Transparent. Foto: Treutler-Walle

    Augsburg/Großaitingen Der Widerstand in den katholischen Gemeinden im Landkreis ist groß. Auch aus der Pfarreiengemeinschaft Großaitingen war wie berichtet eine stattliche Abordnung von rund 120 Gläubigen mit Transparenten nach Augsburg gefahren, um bei der Kundgebung „5 vor 12“ auf dem Domplatz mit dabei zu sein.

    Sie waren Teil der über 2500 Demonstranten bei der Kundgebung. Unter den Rednern der zweistündigen Veranstaltung, die der Initiativkreis Bistumsreform organisiert hatte, war auch Regionaldekan und Pfarrer von Großaitingen Hubert Ratzinger. Leidenschaftlich trat er für das bereits bestehende Konzept der Pfarreiengemeinschaft und das weitere Bestehen der Pfarrgemeinderäte vor Ort ein: „Diese Gremien leisten eine hervorragende Arbeit, sie bauen vor Ort die Brücken zu den Gemeindemitgliedern und unterstützen meine Arbeit vorbildlich. Es wäre völlig kontraproduktiv, diese positive Struktur zu kippen und für die gesamte Seelsorgeeinheit ein einziges Gremium zu schaffen.“

    Besonderen Unmut rief bei den Gläubigen aus der Region hervor, dass Bischof Konrad Zdarsa sich nicht den drängenden Fragen der Teilnehmer dieser Kundgebung stellte. „Der Bischof spricht von Dialog, doch wenn wir da sind, dann will er nicht mit uns sprechen. Es gab kein Zeichen dafür, dass wir als Katholiken ernst und wahrgenommen werden,“ zeigte sich eine Frau aus Oberottmarshauen enttäuscht.

    Vielmehr war der Augsburger Mariendom während der Veranstaltung aus Reinigungsgründen geschlossen. „Das hat’s ja noch nie gegeben, dass der Dom Samstagmittag geputzt wird. Wir Gläubigen sollen ausgesperrt werden“, äußerte sich ein Teilnehmer verärgert.

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