Bobingen Seit Jahren engagiert sich die Dr.-Jaufmann-Mittelschule im europaweiten Comenius-Programm, das sich dem „lebenslangen Lernen“ widmet. Im Vorjahr wurde ihr Projekt, das sich dem Thema vertiefte Berufsorientierung widmete, als „Comenius-Projekt des Monats“ ausgezeichnet. Und in diesen Tagen trafen sich Lehrer aus Finnland und Italien mit den Koordinatorinnen aus Bobingen, Maria Turner und Elke Stahl von der Partnerschule St. Georg, in Augsburg um ein neues Projekt zu starten: „Diesmal geht es darum, demokratische Strukturen an Schulen zu erforschen und zu fördern“, erläutert Maria Turner das Projekt, das bis 2014 laufen wird.
Direktor Ulrich Bathe begrüßte mehrere Partner aus anderen europäischen Schulen: Elsa Pehkonen und Sirpa Utriainen aus Outukumpu in Finnland sowie Laura Piersanti und Marco Palone aus Velletri in Italien. Neben Ausflügen zum Beispiel ins Augsburger Rathaus und nach Schloss Linderhof, erarbeiten sie einen Fragenkatalog, anhand dessen sich die Strukturen an den beteiligten Schulen erfassen und vergleichen lassen.
Ein Schwerpunkt ist, das Lernen selbst zu organisieren
Ein Schwerpunkt dabei ist die Förderung des selbst organisierten Lernens. Dabei sollen demokratische Strukturen ausgebaut und entwickelt werden. Zwei deutsche Schülerinnen werden dafür einige Zeit in Finnland verbringen.
Direktor Bathe gab den Gästen einen Einblick in die Bobinger Schule. Marco Palone sieht das Projekt als Bereicherung seiner Erfahrungen als Lehrer und findet es interessant, andere Schulsysteme wie das der Mittelschulen kennenzulernen. „Zwar sind die Schulsysteme unterschiedlich, aber die Probleme sind die gleichen“, lautet dennoch sein Fazit.