Jurymitglied Prof. Hubert Schulz (Augsburg) lobte die Qualität aller eingereichten Arbeiten. Am erstplatzierten Entwurf zeigte der Architekturprofessor gleich einige ganze Reihe von Pluspunkten auf: „Wir haben nur da umbauten Raum, wo er funktional notwendig ist“, stellte Schulz fest, das führe zu sehr wirtschaftlichen Bau- und Betriebskosten.
Der Grundriss sei sehr übersichtlich zu entziffern, lobte Schulz, lediglich der Eingangsbereich sollte nochmals überdacht werden, um den Besuchern die spontane Orientierung zu erleichtern. Er betonte auch, dass dieser Entwurf eine hohe Langzeitwirkung habe. Das Haus kann anders aufgeteilt und veränderten Bedürfnissen angepasst werden.
Am zweitplatzierten Entwurf des Augsburger Architekten Johannes Voit hob Schulz den großzügigen Innenhof hervor. Der führe aber dazu, dass die Räume über einen langen Gang um diesen Hof herum erschlossen werden. Nicht optimal gelöst sei auch hier die Eingangssituation.
Unter den übrigen Entwürfen seien einige sehr interessante Lösungen, bemerkte Prof. Schulz und erwähnte dabei speziell die ungewöhnliche Faltdach-Lösung des Augsburger Büros Hiendl-Schineis. Hier wird das Jugendzentrum in den Hügel am Skaterplatz gerückt, von dem aus man auch das Dach begehen kann. Das führe allerdings dazu, dass alle Fenster des Gebäudes nach Norden liegen.
Zur zeitlichen Umsetzung des Neubaus wollte Fröhlich noch nichts sagen, ließ aber durchblicken, dass er einen Spatenstich noch in diesem Jahr begrüßen würde. Als nächster Schritt steht jedoch erst mal eine Entscheidung des Stadtrats an, welcher Entwurf letztendlich umgesetzt wird.