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Einsatz für die Region

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    Ellinor Holland kam 2009 nach Königsbrunn zu einer Wahlkampfkundgebung von zu Guttenberg, um ihn zum Redaktionsgespräch einzuladen. Bürgermeister Ludwig Fröhlich (Mitte) würdigte gestern vor allem ihr soziales Wirken. Archivfoto: Hermann Schmid
    Ellinor Holland kam 2009 nach Königsbrunn zu einer Wahlkampfkundgebung von zu Guttenberg, um ihn zum Redaktionsgespräch einzuladen. Bürgermeister Ludwig Fröhlich (Mitte) würdigte gestern vor allem ihr soziales Wirken. Archivfoto: Hermann Schmid

    Von Pitt Schurian und Hermann Schmid

    Landkreis Augsburg Sie war nicht immer in offizieller Funktion, aber Ellinor Holland war im Landkreis Augsburg oft unterwegs. Und stets hatte sie dabei ein waches Auge - gerade auch für ihre Redaktion. Mal war es eine Themenanregung, mal eine Unterstützung, die sie dann anbot. Von einer "herausragenden Persönlichkeit, die die Geschichte unseres Landkreises in hervorragender Weise mitgestaltet hat", spricht Landrat Martin Sailer. Und von einer "großen Unternehmerpersönlichkeit im Landkreis". Als "eine charmante Botschafterin des Augsburger Landkreises mit großer Reichweite" - so hatte schon der damalige Landrat Karl Vogele Ellinor Holland gewürdigt, als sie mit dem Goldenen Ehrenring des Landkreises ausgezeichnet wurde. Das war im Dezember 2002.

    Zu einem ihrer letzten offiziellen Besuche in Königsbrunn kam Ellinor Holland im Bundestagswahlkampf 2009. Dort hielt Karl-Theodor zu Guttenberg - damals noch als Bundeswirtschaftsminister - eine Rede vor großem Publikum. Ellinor Holland war als Zuhörerin dabei und sprach den Minister nach seinem Auftritt an. In einem kurzen Gespräch bedauerte sie, dass zu Guttenberg bis dahin noch keine Zeit für ein Redaktionsgespräch in Augsburg gefunden habe und nahm ihm das Versprechen ab, dies doch so bald als möglich nachzuholen. Das ist nur eines der Beispiele, die den Einsatz und die Hilfestellung unserer Herausgeberin für die Zeitungsredaktion anschaulich machen.

    Mit großem persönlichen Einsatz

    Stark machte sich Ellinor Holland 45 Jahre lang auch für die Schwachen in der Region - für Menschen in unverschuldeter Not. Vielen wurde Ellinor Holland durch die "Kartei der Not" bekannt und verbunden. Mit großem persönlichem Einsatz kümmerte sie sich als Vorsitzende des Kuratoriums unseres Hilfswerks um Menschen, die von harten Schicksalsschlägen getroffen wurden. 50 bis hundert Fälle dieser Art sind es jedes Jahr alleine im südlichen Teil des Landkreises Augsburg. Einige Zigtausend Euro stellt die Kartei der Not dazu Jahr für Jahr alleine für den Raum zwischen Königsbrunn und Hiltenfingen, zwischen Langenneufnach und Klosterlechfeld bereit. Ellinor Holland ging es dabei nicht nur darum, mit Geld die ärgste Not zu lindern, sondern durch Beratung und Wegweisung Betroffenen nachhaltig neuen Halt zu geben. Die Redaktion unterstützte die Kartei der Not von Anfang an und widmet Aktionen sowie Spendensammlungen dem großen Sozialwerk unserer Zeitung.

    Als die Schützen aus dem Verbreitungsgebiet der Schwabmünchner Allgemeinen im Jahr 2004 dabei rund 20 000 Euro zusammenbrachten, dankte Ellinor Holland mit großer Herzlichkeit: "Die Schützenvereine in unserer Region haben von Anfang an die Kartei der Not in vorbildlicher Weise unterstützt. Seit nahezu vierzig Jahren. Und ich bin mir immer sicher gewesen, dass auch diese Aktion ein großartiger Erfolg werden wird. Ich habe mir solch einen Volltreffer gewünscht. Aber das ist einfach traumhaft."

    Die ungewöhnlichen x-mas-Konzerte der Presley-Family in Bobingen von 2008 und 2009 - veranstaltet durch das Softwareunternehmen CFT - fanden gleichfalls ihre Bewunderung: "Ich finde, es ist eine besondere Idee, wenn tolle Musik und Spenden miteinander verbunden werden." Regelmäßige Gastgeberin war Ellinor Holland in Burgwalden: Der dort ausgetragene Presse-Cup machte vieles vom guten Werk der Kartei der Not erst möglich.

    Ellinor Hollands soziales Engagement zeigte unter anderem in Königsbrunn deutlich Wirkung, auch wenn hier in der Öffentlichkeit meist der örtliche "Hilfsfonds" präsent ist. "Wir haben viele Hilfsaktionen mit der Kartei der Not abgesprochen und dann jeweils zur Hälfte finanziert", berichtet der langjährige Hilfsfonds-Vorsitzende Walter Zeininger über diese Kooperation zum Wohl Not leidender Menschen.

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