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Aschermittwoch: Facebook-Fasten

Aschermittwoch

Facebook-Fasten

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    Landkreis Fleisch, Alkohol und Zigaretten? Kennt doch jeder. Für die Fastenzeit gibt es auch kreativere Ideen zum Verzicht. Wir haben uns im südlichen Landkreis umgehört.

    lFast Food Sandra Hermann hat im vergangenen Jahr auf McDonald’s verzichtet – „weil ich da sonst so gern hingeh’“. Weil sie aber Burger und Pommes so sehr mag, ist sie sich nicht sicher, ob sie das in diesem Jahr wieder durchhält.

    lSüßes Sabrina Jehle isst keine Süßigkeiten – „weil ich die Zeit vor Ostern bewusst erleben möchte“: „Es ist ein schönes Gefühl, aus der Osternacht zu kommen und noch auf dem Kirchplatz das erste Schoko-Ei zu essen!“

    lKalender Andrea Collisi will künftig nicht überall dabei sein müssen und verzichtet auf Termine und Einladungen: „Ruhe finden und einkehren bei sich, das tut gut!“

    lGutes tun „Ich versuche, Gutes zu tun, für Menschen da zu sein“, sagt Astrid Donaubauer. Für sie ist es wichtig, „ganz bewusst zu leben, auch wieder mehr an andere zu denken und selbst zur Ruhe zu kommen“. Ein Spruch soll sie durch die Fastenzeit begleiten: „Die Menschen haben es geschafft, auf den Mond zu fliegen und alle Kontinente zu bereisen. Aber viele haben verlernt, wie Brüder zu leben.“

    lFacebook Bis Ostern will Miriam Pittroff nicht mehr auf die Internetseite gehen, keine Nachrichten mehr schicken, keine Bilder hochladen und nicht den „Gefällt- mir“-Knopf drücken. „Weil ich merke, wie viel Zeit ich damit verschwende“, erklärt sie. Wie lange sie sich täglich in Facebook aufhält? „Schwer zu sagen, aber unter einer Stunde ist es nie.“ Mit der Seite sei es eben einfach, mit Menschen in Kontakt zu bleiben. Und das sei jetzt ihre Aufgabe für die Fastenzeit: andere Wege zu suchen, sich öfter persönlich zu treffen. Sie hofft, „dass es mir klarmacht, dass es ein Leben außerhalb der virtuellen Welt gibt – das so viel wichtiger, schöner, bunter und lebendiger ist als das auf der Seite mit dem weiß-blauen Banner und der täglichen Glücksnuss“.

    lFigurgerecht „Heute fastet man doch das ganze Jahr über, weil die meisten viel Wert auf die Figur legen“, findet Lukas Scherer und zählt sich auch selbst dazu. Deshalb hat er sich kein bestimmtes Fastenopfer ausgedacht – aber „ich gebe mich mit kleineren Portionen zufrieden oder lasse auch mal ein Abendessen ausfallen“. (manu)

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