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Bobingen: Jesske ins Präsidium der AWO Schwaben gewählt

Bobingen

Jesske ins Präsidium der AWO Schwaben gewählt

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    Helmut Jesske (Zweiter von rechts) wurde ins Präsidium der schwäbischen AWO gewählt. Ihm gratulierten (von links) Heinz Münzenrieder, Thomas Beyer von der AWO Bayern und Eberhard Gulde, Vorstandsvorsitzender der AWO Schwaben.
    Helmut Jesske (Zweiter von rechts) wurde ins Präsidium der schwäbischen AWO gewählt. Ihm gratulierten (von links) Heinz Münzenrieder, Thomas Beyer von der AWO Bayern und Eberhard Gulde, Vorstandsvorsitzender der AWO Schwaben. Foto: Schmid Media

    Helmut Jesske, AWO-Mitglied und SPD-Stadtrat in Bobingen, wurde ins 13-köpfige Präsidium des Bezirksverbands der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben gewählt. Er hatte erstmals kandidiert und gleich eines der besten Ergebnisse bei der Abstimmung der Delegierten erzielt. „Ich möchte meine Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit einbringen“, sagte Jesske, der als Geschäftsführer beim Stadtjugendring in Augsburg tätig ist.

    Bei der Konferenz, die im neuen Haus der Familie neben der Geschäftsstelle des Bezirksverbandes in Stadtbergen stattfand, wurde Dr. Heinz Münzenrieder als Vorsitzender der schwäbischen AWO bestätigt. Seit 25 Jahren führt er den Wohlfahrtsverband, für den schwabenweit knapp 3000 Mitarbeiter hauptamtlich und ebenso viele ehrenamtlich tätig sind. Gastredner war der Unternehmer Ernst Prost aus Ulm. Er kritisierte die zunehmende Ungleichheit in Deutschland: „Wir brauchen Spielregeln für den Turbokapitalismus, der aus dem Ruder gelaufen ist.“ Prost, der aus einfachen Verhältnissen in Kissing stammt, erinnert sich, wie froh er als Bub war, mit einem Kinderverschickungsprogramm der AWO im Allgäu kostenlos Urlaub machen zu können. Heute lebt er auf Schloss Leipheim und unterstützt Bedürftige mit einer Stiftung. Dass sich Armut gerade auch in Bayern sehr breitmacht, beklagte Dr. Thomas Beyer, der Vorsitzende der bayerischen AWO und Sprecher der Nationalen Armutskonferenz. Demnach sind 1,6 Millionen Menschen in Bayern, also elf Prozent der Bevölkerung, von Armut betroffen. Über 20 Prozent der Rentner – mehr als im Bundesdurchschnitt – und über 40 Prozent der Alleinerziehenden leben in Armut. „Das ist eine Schande“, so Beyer.

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