Startseite
Icon Pfeil nach unten
Schwabmünchen
Icon Pfeil nach unten
Schwabmünchen
Icon Pfeil nach unten

Bahn: Nächster Halt: Runder Tisch beim Landrat

Bahn

Nächster Halt: Runder Tisch beim Landrat

  • |
  • |
  • |
    Ganz nah dran an den Problemen der Zugreisenden wollen die Politiker aus der Region sein. Einige Bürgermeister aus dem Großraum Schwabmünchen sprechen am Dienstag im Landratsamt mit Vertretern des AVV, der Bahn und der BEG.
    Ganz nah dran an den Problemen der Zugreisenden wollen die Politiker aus der Region sein. Einige Bürgermeister aus dem Großraum Schwabmünchen sprechen am Dienstag im Landratsamt mit Vertretern des AVV, der Bahn und der BEG. Foto: Foto: dpa

    Schwabmünchen „Wir erreichen in Kürze unseren Zielbahnhof und würden uns freuen, wenn wir Sie das nächste Mal wieder als unsere Fahrgäste begrüßen dürfen.“ Welcher Pendler kennt diese Durchsage der Deutschen Bahn nicht? Thomas Heiss aus Schwabmünchen kann sie seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres nicht mehr hören.

    Doch ihm bleibt nichts anderes übrig, als jeden Tag aufs Neue mit dem Zug zur Arbeit zu fahren. Doch die Bedingungen haben sich seit dem 11. Dezember für Pendler aus dem Großraum Schwabmünchen drastisch verschlechtert.

    Umstellung wegen Neigetechnik

    Seitdem gilt der neue Winterfahrplan der Augsburger Verkehrsbetriebe (AVV). Die Konsequenz: Nicht mehr alle Züge halten in Schwabmünchen, weil die Bahn die neuen Züge mit Neigetechnik nutzt, um schneller Verbindungen mit dem Allgäu zu bekommen – unter anderem auf der Strecke zwischen Augsburg und Oberstdorf/Lindau.

    Doch mit dem neuen Fahrplan, für den die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) verantwortlich ist, wurden auch zahlreiche Verbindungen gestrichen. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Schwabmünchen, Bernd Zeitler, spricht von 15 Prozent weniger Zügen, die von und nach Augsburg fahren. Doch auch die Verbindungen in Richtung Allgäu haben sich verschlechtert.

    Zusammengefasst klagen die Zugpendler aus dem Großraum Schwabmünchen über weniger Verbindungen, vollere Züge und zum Teil deutlich schlechtere Anschlüsse. Das bestätigt auch Jörg Lange von der Regionalgruppe Augsburg/Aichach des Fahrgastverbands Pro Bahn. Er hat mit weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern die Fahrplanänderungen untersucht und Fahrgäste in den Pendlerzügen gezählt. Sein Fazit: Speziell was die Züge am Nachmittag und am Abend von Augsburg nach Schwabmünchen anbelangt, sieht Lange „kurzfristigen Handlungsbedarf“. Die fast einstündige Lücke zwischen den Ankünften in Schwabmünchen um 18.31 Uhr sowie um 19.26 Uhr hält er für „absolut untragbar“. Aus Erfahrung weiß er, dass Fahrplanänderungen „nicht von heute auf morgen durchsetzbar sind“.

    In die Debatte haben sich auch zahlreiche Politiker eingeschaltet. Schwabmünchens Bürgermeister Lorenz Müller bezeichnet die Situation für Pendler als „unzumutbar“ und auch Landrat Martin Sailer will die genauen Gründe für die deutlich schlechtere Situation der Pendler erfahren. Am Runden Tisch wollen die Verantwortlichen am Dienstag im Landratsamt über die Probleme diskutieren.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden