Schwabmünchen Maria Müller ist „dankbar“. Die Schwabmünchnerin war Ende vergangenen Jahres wie etliche andere Bahnpendler verärgert über die Änderungen, die der Winterfahrplan mit sich gebracht hat. Nach einem halben Jahr Wartezeit freut sie sich über gute Nachrichten: Wie die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) und die DB Regio beim zweiten runden Tisch im Landratsamt Augsburg mitteilten, wird sich die Situation für Bahnfahrer durch zusätzliche Fahrten verbessern (siehe Info).
Gut für Amazon-Mitarbeiter und Berufstätige im Einzelhandel
Die Änderungen gelten ab dem kleinen Fahrplanwechsel am Sonntag, 10. Juni. Es profitieren vor allem Berufstätige im Einzelhandel, die bisher Probleme hatten, den Zug um 20.15 Uhr zu erreichen und dann bis 21.30 Uhr warten mussten, bis sie nach Hause fahren konnten. So viel ist also sicher: Wer von Augsburg aus in den Süden pendelt, kommt jetzt abends schneller heim.
Gute Nachrichten gibt es auch für Amazon-Mitarbeiter. Die Regionalbahn, die derzeit um 00.27 Uhr am Augsburger Hauptbahnhof endet, wird künftig aus Bobingen – bis dorthin werden die Mitarbeiter mit dem Bus gebracht – bis nach Augsburg-Oberhausen weiterfahren.
Trotz dieser Änderungen gibt es weiterhin Kritikpunkte, wie sowohl die betroffenen Bürgermeister Lorenz Müller aus Schwabmünchen und Bernd Müller aus Bobingen als auch Kreisrat Alexander Kolb sowie die beiden Pendler Maria Müller und Franz Reich deutlich machten. Konkret beschweren sie sich über Umstiegszeiten von Neusäß am Hauptbahnhof Augsburg in Richtung Schwabmünchen (Kolb), zeitlich geballte Verbindungen in den Abendstunden, auf die dann wieder Lücken folgen (Bernd Müller) sowie keine Verbesserung in Richtung Bad Wörishofen. Vier Wochen lang lief der Zug mit Abfahrt um 6.52 Uhr ab Schwabmünchen nach Buchloe und weiter nach Bad Wörishofen. Dann wurde er gestrichen, weil er jetzt eingesetzt wird, damit Pendler abends von Augsburg nach Schwabmünchen kommen. Seitdem müssen 27 Schüler aus dem Raum Schwabmünchen Fahrzeiten nach Bad Wörishofen von bis zu eindreiviertel Stunden in Kauf nehmen. Das stößt Lorenz Müller auf. Er forderte die BEG auf noch einmal zu prüfen, ob es Möglichkeiten für Verbesserungen gebe. Pendlerin Maria Müller brachte Kapazitätsprobleme auf den Tisch. Diese will die DB Regio bei zwei Fahrgastzählungen am Dienstag, 15. Mai, und am Montag, 21. Mai, noch einmal genau unter die Lupe nehmen. Kritik kommt aber prompt von Klaus Böhme vom Fahrgastverband Pro Bahn: „Es wäre äußerst unglücklich, wenn in der Himmelfahrtswoche gezählt wird.“ "Kommentar
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