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08. Februar 2012 22:16 Uhr

Sieg der Basketballer gegen Oldenburg

Die Ulmer greifen nach dem Pott

Die Ulmer Basketballer stehen im Halbfinale des deutschen Pokals. 16 Jahre nach dem bisher einzigen Triumph in der Vereinsgeschichte in diesem Wettbewerb gewannen die Ulmer in der mit 4200 Zuschauern erstmals nicht ausverkauften Ratiopharm-Arena gegen Oldenburg mit 86:66 (40:34) und qualifizierten sich damit für das Top-Four-Turnier am 24. und 25. März in Bonn. Von Pit Meier

Mit Kampfkraft, Willen und einer ungeheuren Intensität in der Verteidigung kompensierten die Ulmer den Ausfall von Dane Watts und fertigten Oldenburg nach dem 101:83 bei der Eröffnung der Arena im Dezember erneut nach allen Regeln der Kunst ab.

Trainer Thorsten Leibenath begann überraschend erneut mit Isaiah Swann und Rocky Trice in der Startformation und der Gegner kam damit gar nicht klar. Schon nach drei Minuten führte Ulm zweistellig mit 12:2, nach dem ersten Viertel hieß es 23:15 und kurz nach Beginn des zweiten Spielabschnitts sogar 30:15. Prima im Griff hatten die Ulmer diesmal auch den Oldenburger Spielmacher Bobby Brown, der im Dezember noch 30 Punkte erzielt hatte, gestern aber nur auf für ihn indiskutable drei Zähler kam.

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Doch noch war die Partie längst nicht entschieden. Weil Isaiah Swann zumindest in Halbzeit eins mit einem Korb bei sechs Versuchen erneut die Lampen ausschoss, lag die Ulmer Trefferquote bei mäßigen 39 Prozent und Oldenburg kam wieder bis auf vier Punkte heran (38:34). Aber wenigstens hinten langten die Ulmer durchgehend energisch hin, erzwangen zehn Oldenburger Ballverluste im ersten Durchgang und Per Günther besorgte mit der Sirene den 40:34-Pausenstand.

Doch dann explodierte die Mannschaft auch in der Offensive und im dritten Viertel herrschten wieder diese „rauschhaften Zustände“, die Spielmacher Per Günther schon nach dem Punktspiel im Dezember geschildert hatte. Die Ulmer gewannen diesen Spielabschnitt mit 26:11 und beim Stand von 66:45 war der Drops vor dem letzten Viertel bereits gelutscht. Entscheidend daran beteiligt war der in den vergangenen Wochen heftig kriselnde Isaiah Swann. Der Amerikaner erzielte in diesem Viertel drei Dreier und insgesamt 13 Punkte und riss das Publikum mit einem Alley-Hoop auf Pass von Tommy Mason-Griffin von den Sitzen.

Leibenath war begeistert von seiner Mannschaft: „Wir sind über uns hinausgewachsen und haben mit Leidenschaft gespielt.“

Das Halbfinale wird am 18. März in Bonn ausgelost.

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