Ist für Nando Rafael (28) der Afrika-Cup (21. Januar bis 12. Februar) in Äquatorial Guinea und Gabun schon beendet bevor er überhaupt begonnen hat und kehrt er womöglich bald wieder nach Augsburg zurück? Der Einsatz des Stürmer des FC Augsburg für sein Heimatland Angola könnte an der Nachlässigkeit der angolanischen Fußball-Funktionäre scheitern. Denn bisher wurde bei der FIFA noch keine Änderung des internationalen Status beantragt.
Noch kein Antrag für Rafael gestellt
Rafael, der neben einen angolanischen seit 2005 auch einen deutschen Pass besitzt, hatte 2006 bei der U21-Europameisterschaft für Deutschland gespielt. Ein A-Länderspiel hatte er aber nie absolviert. So dürfte eine Spielgenehmigung für Angola kein Problem sein, doch bisher wurde noch kein Antrag gestellt. Nichtsdestotrotz bereitet sich Rafael mit der angolanischen Nationalmannschaft in der angolanischen Stadt Cabinda auf das erste Vorrundenspiel gegen Burkina Faso (22. Januar) vor. Im letzten Vorbereitungsspiel siegte Angola am Samstag gegen Sierra Leone mit 3:1. Bundesliga-Spieler beim Afrika-Cup
"Wir stehen in Kontakt mit Nando. Sollte er nicht die Spielberechtigung bekommen, wird er sofort zurückkommen. Aber jetzt müssen das erst einmal die Verantwortlichen abklären, wie es weitergeht", sagt FCA-Trainer Jos Luhukay zur Casa Rafael.
Während Rafael bereits auf dem afrikanischen Kontinent trainiert, bereitet sich Mohamed Amsif (22) mit Marokko im spanischen Marbella auf den Afrika-Cup vor. In Andalusien trifft Amsif am Montag im letzten Test noch auf den Schweizer Spitzenclub Grashoppers Zürich. Die Chancen, dass Amsif, der bisher ein Länderspiel für Marokko absolviert hat, beim ersten Vorrundenspiel gegen Tunesien (23. Januar) im Tor stehen wird, scheinen gesunken. Denn Stammtorhüter Nadir Lamyaghri (35) von Wydad Casablanca meldet sich nach einer langwierigen Schulterverletzung wieder gesund zurück: „Ich bin 100prozentig fit für den Wettbewerb. Ich habe keine Verletzungs-Sorgen mehr.“