Der Macher des FC Augsburg präsentierte sich nach dem wichtigen Erfolg gegen die Berliner in der Fußballtalkshow Doppelpass auf Sport1 äußerst aufgeräumt und schlagfertig. Nachdem die Augsburger Otto Rehhagel das Debüt vermasselt hatten und erstmals seit dem dritten Spieltag wieder die Abstiegsplätze verlassen hatten, war dem Manager die gute Laune anzumerken.
Das ist der FC Augsburg
Gründungsjahr: 8. August 1907. Vollständiger Name: Fußball-Club Augsburg 1907 e.V.. Rufname: FCA
Ursprung: Der FCA ist ein Zusammenschluss des BC Augsburg und der Vertragsspielerabteilung des TSV Schwaben Augsburg.
Vereinsfarben: Rot-Grün-Weiß
Stadion: SGL-Arena. Fassungsvermögen: 30.660 Plätze. Architekt: Bernhard & Kögl. Spielfläche: 105 x 68 Meter auf Naturrasen. Eröffnung: 26. Juli 2009.
Vorheriger Spielort: Rosenaustadion. Kapazität: 28.000. Eröffnung: 16. September 1951.
Präsident: Walther Seinsch
Trainer: Markus Weinzierl
Ewiger Zuschauerrekord am 15. August 1973 im Münchner Olympiastadion beim Spiel gegen die Löwen: Rund 90.000 Menschen sahen die Partie.
Bekannteste Spieler: Ulrich Biesinger: Fußball-Weltmeister 1954 in der Schweiz, A-Nationalspieler
Helmut Haller: Vizeweltmeister 1966 in England, Teilnahme an der WM 1962 in Chile, Teilnahme an der WM 1970 in Mexiko.
Bernd Schuster: Europameister 1980 in Italien, Spanischer Meister mit dem FC Barcelona und Real Madrid.
Armin Veh: Deutscher Meister als Trainer mit dem VfB Stuttgart im Jahr 2007.
Karlheinz Riedle: Weltmeister 1990 in Italien. Deutscher Meister, Champions-League-Sieger, Weltpokal-Sieger mit Borussia Dortmund.
"Entscheidend war der Doppelpack von Torsten Oehrl. Danach war die Partie entschieden. Ich kenne nicht viele Mannschaften, die nach so einem Rückschlag zurückkommen", blickte Rettig auf das Erfolgserlebnis zurück. Doch allzu lange wollte er sich mit der Vergangenheit nicht aufhalten und blickte deshalb in die Zukunft.
Bei seinen Überlegungen nahm Trainer Jos Luhukay eine Hauptrolle ein. "Unser Trainer hat in jedem Spiel eine individuelle Ausrichtung. Das stimmt mich optimistisch, dass wir es am Ende der Saison vielleicht schaffen", so Rettig.
FCA muss perspektivisch arbeiten
Das ist Hertha BSC
Der Hertha Berliner Sport-Club e. V. - kurz Hertha BSC - wurde am 25. Juli 1892 gegründet. Mit mehr als 25.000 Mitgliedern ist es der größte Sportverein Berlins.
Der Beiname Hertha kommt daher, dass Vereinsmitbegründer Fritz Lindern kurz zuvor auf der Havel unterwegs war - auf einem Dampfer namens Hertha.
Die größten Erfolgte der Berliner liegen schon einige Jahrzehnte zurück: Zwei Mal wurde Hertha Deutscher Meister (1930 und 1931).
Hertha-Fans werden das Datum kennen: Am 18.April 1970 gab es mit 9:1 den höchsten Heimsieg. Gegner war Borussia Dortmund.
Der Hamburger SV sorgte für die größte Niederlage Herthas vor heimischem Publikum: 0:6 aus Berliner Sicht hieß es am 5. April 1980.
Erfolgs-Trainer Otto Rehagel spielte von 1963 bis 1966 bei Hertha. In 78 Bundesliga-Partien schoss der Abwehrspieler neun Tore.
In der "Jahrhundert-Elf" Hertha ist auch Arne Friedrich aufgelistet, der von 2002 bis 2010 in Berlin spielte. Ab 2004 war Mannschaftskapitän.
Die Vereinsfarben von Hertha sind Blau und Weiß.
Hertha spielt im Berliner Olympiastadion, das am 1. August 1936 eröffnet wurde und Platz für 74.244 bietet. Von 2000 bis 2004 wurde das Stadion zuletzt renoviert.
Herthas bester Torschütze war Michael Preetz, der zwischen 1996 und 2003 93 Tore in 227 Spielen für den Verein erzielte.
Doch obwohl er am Ende der Saison den Verein verlässt, richtet Rettig den Blick auch weiter in die Ferne. "Wir denken in anderen Zeitabschnitten und wissen, dass nach dem 34. Spieltag auch wieder der erste Spieltag kommt. In unserer Situation muss man perspektivisch arbeiten." Im Anschluss erinnerter er an Mannschaften wie Ulm oder Homburg, die nach dem Aufstieg in die Bundesliga sofort wieder absteigen - dann aber komplett in der Versenkung verschwanden. Das soll dem FCA im Falle des Abstieges nicht passieren.
Seine eigene Zukunft betreffend, gab sich Rettig verschlossen. Sein Abschied aus Augsburg habe private und persönliche Grunde. Genau deshalb wolle er in der Öffentlichkeit nicht darüber sprechen. Außerdem verneinte er, dass er schon Pläne für seine berufliche Zukunft habe.