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Abitur 2011: Die letzten ihrer Art

Abitur 2011

Die letzten ihrer Art

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    Kollegstufenbetreuerin Ingeborg Weinberger (links) und Schulleiterin Eva Focht-Schmidt (rechts) gratulierten (von links) Verena Semmlinger, Simone Feller, Hannah Zacher und Karen Bussmann zum 1,5er-Abi.
    Kollegstufenbetreuerin Ingeborg Weinberger (links) und Schulleiterin Eva Focht-Schmidt (rechts) gratulierten (von links) Verena Semmlinger, Simone Feller, Hannah Zacher und Karen Bussmann zum 1,5er-Abi. Foto: Foto: Andreas Pfeffer

    Wertingen Zum Abschluss ihrer Schullaufbahn haben sie sich alle noch einmal richtig schick angezogen: die jungen Frauen in eleganten Kleidern, die heranwachsenden Männer meist mit Anzug und Krawatte. Für die 123 Abiturientinnen und Abiturienten am Wertinger Gymnasium endete am gestrigen Freitag mit der offiziellen Verabschiedung eine Zeit der Freude, der Anstrengung und auch der Entbehrungen. Neun Jahre – manche auch etwas länger – haben sie im Gymnasium die Schulbank gedrückt (das sind annähernd 5000 Tage).

    Der Name ihrer Abizeitung trifft den Nagel auf den Kopf: „Abisaurier“. Sie waren die letzten ihrer Art, sprich die letzten Gymnasiasten in Wertingen, die das Abitur nach neun Jahren ablegen. In Zukunft regiert das G8-Modell.

    Erleichterung, aber auch Trauer, war vielen „Ex-Schülern“ in Gesprächen anzumerken. Lisa Küchelbacher aus Erlingen findet es „schade“, dass die Schulzeit beendet ist: „Es war eine coole und lustige Zeit.“ Nach den schriftlichen Prüfungen in Physik (Grundkurs), Erdkunde und Englisch (Leistungskurse) und der mündlichen Prüfung in Religion stand ihr Abischnitt fest: 2,1. „Besser als erwartet“, so ihr kurzer Kommentar dazu. Zeit, sich lange auf den Lorbeeren auszuruhen, hat sie nicht. Bereits Anfang Mai beginnt die Erlingerin ihr Geoinformatik-Studium in Augsburg. Doch davor geht es erst einmal noch zwei Wochen nach Italien in Urlaub.

    Studium in Augsburg beliebt

    Augsburg, quasi fast um die Ecke für die meisten, scheint bei vielen ein beliebter Studienplatz zu sein. Auch für René Reith aus Hegnenbach. Wirtschaftsingenieur will der 19-Jährige werden. Die Bewerbungsfrist dafür läuft gerade. Ein Problem hat er bis zu Beginn des Wintersemesters: „Was mache ich so lange?“ Einige Zeit will er auf einer Sprachreise in Mexiko verbringen. Ins Ausland zieht es auch die Binswangerin Katharina Merk. „Ich bin zwar momentan traurig, aber jetzt kommt ein neuer Abschnitt in meinem Leben. Ich gehe erst einmal nach Holland als Au-pair.“

    Treffend fasste es Florian Krätzig aus Wertingen in seiner Anfangsrede zusammen: „Heute ist ein legendäres Ende. Wir waren die letzten, die noch den Namen Kollegstufe tragen durften. Wir haben dem G9 die letzte Ehre erwiesen, darauf sind wir stolz.“ Das können sie auch sein, schließlich bestanden alle angetretenen Schüler das Abitur. Am besten Lena Leitenmaier aus Steinekirch, die mit der Fabelnote 1,0 abschloss.

    Bevor sich die Wege der Abiturienten trennten, feierten sie noch einmal gemeinsam auf dem Abiball im Wertinger Gasthof Stark. (apf)"Wochennotiz/Seite 28

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