Wertingen Nach Großaitingen, dem früheren Wirkungsort von Stadtpfarrer Rupert Ostermayer, führte der Maiausflug des Wertinger Altenwerkes, zu dem Vorsitzender Theodor Hungbaur 65 Teilnehmer begrüßen konnte.
Während der Busfahrt fungierte Stadtpfarrer Ostermayer als Reiseleiter. Er erklärte, dass die Gegend südlich von Augsburg auch als „Hochfeld“ bezeichnet wird und das ganze Gebiet zwischen Lech und Wertach gemeint ist. Über die Orte Großaitingen, Kleinaitingen und Wehringen, die zu der von Pfarrer Ostermayer betreuten Pfarreiengemeinschaft gehörten, war von ihm ebenfalls viel über die Entstehungsgeschichte dieser Orte zu erfahren.
Maiandacht in der Kapelle in Großaitingen
Für die traditionelle Maiandacht beim Altenwerkausflug wählte Pfarrer Ostermayer die im 17. Jahrhundert erbaute Kapelle St. Sebastian in Großaitingen. Die schmucke Kapelle ziert eine Stuckdekoration aus dem frühen Rokoko, die wunderbaren Fresken schuf Matthäus Günther. Bei der von Pfarrer Ostermayer feierlich gestalteten Maiandacht gedachte er in seiner Ansprache aller Kranken, auch die Lesung und die Fürbitten waren darauf ausgerichtet. Natürlich gehört eine Einkehr zur leiblichen Stärkung stets zu einem Ausflug. Daran anschließend wurde die Pfarrkirche St. Nikolaus besichtigt.
Die Ausflugsteilnehmer waren erstaunt über die ungewöhnlich große Kirche eines Dorfes, die auf dem höchsten Punkt des Ortes steht. Ursprünglich als spätromanischer Bau, wurde die Kirche im Laufe von Jahrhunderten weiter ausgebaut und erhielt im 18. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen.
Vom prachtvollen Innenraum waren die Wertinger Senioren sehr beeindruckt. Pfarrer Ostermayer übernahm auch hier die Führung und schilderte anschaulich die Entstehung und die künstlerische Ausstattung des Gotteshauses. Das schöne Maiwetter rundete den Ausflug noch ab. (pm)