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Veterinäramt im Einsatz in Emersacker: Rinder im Morast erregen die Gemüter

Veterinäramt im Einsatz in Emersacker

Rinder im Morast erregen die Gemüter

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    Die Futterstelle, umgeben von Schmutz.
    Die Futterstelle, umgeben von Schmutz. Foto: Emil Heigl

    Emersacker „Seit fünf Jahren ist es immer das gleiche – ein Riesenzirkus, den ganzen Winter hindurch“. Emil Heigl spricht von einer Mutterkuhhaltung in Emersacker, die seiner Meinung nach ein Fall für den Tierschutz ist. 15 Angusrinder stehen das ganze Jahr über auf der Weide, die sich vor allem in der kalten Jahreszeit zum reinen Morast entwickelt.  Seine häufigen Interventionen beim zuständigen Veterinäramt im Landratsamt Augsburg blieben nicht ungehört.

    Auch gestern beim Besuch der WZ an der Rinderweide bei Emersacker inspizieren die Amts-Tierärzte das Gelände. „In dem Fall hat es aus dem Dorf schon Anzeigen gehagelt“, erklärt eine Tierärztin, allerdings arbeite der Tierhalter ganz gut mit dem Amt zusammen. „Er erfüllt die Auflagen, die wir ihm machen.“

    Die Tierhalter, Klaus und Elfriede Stegmiller, verstehen die Aufregung in Emersacker nicht. Auch wenn die Weide „manchmal sumpfiger ist, als wir es wollen“ und die Tiere im Morast stehen würden – „unsere Rinder sind gesund“, verteidigt Elfriede Stegmiller ihre Situation.

    „Bei der konventionellen Landwirtschaft stehen die Tiere teils angebunden das ganze Jahr über im Stall, oft jämmerlich auf Spaltenboden“ und müssten mit Antibiotika behandelt werden – „das spielt alles keine Rolle, Hauptsache das Fleisch ist billig“, schimpft Elfriede Stegmiller. „Bei uns ist der Nachteil, dass die Leute die Tiere jeden Tag sehen, in die Ställe hingegen kann keiner hineinschauen.“ Die Tierhalterin klagt über den Druck aus dem Dorf, der auf sie ausgeübt werde, dabei sei ihr Mann bemüht, die Auflagen des Veterinäramtes zu erfüllen.

    Einen ausführlichen Bericht über die Situation in Emersacker lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Wertinger Zeitung.

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