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29. Januar 2012 19:46 Uhr

Hallenfußball

SC Biberbach erst im Finale gestoppt

TSV Leitershofen wird zum ersten Mal Augsburger Landkreismeister

Diedorf Im vergangenen Jahr war der TSV Leitershofen im Endspiel noch am TSV Meitingen gescheitert. Bei der 31. Augsburger Landkreismeisterschaft im Hallenfußball setzten sich die Almkicker nun erstmals durch und holten sich vor über 800 Zuschauern in der rappelvollen Diedorfer Schmuttertalhalle den Pokal der Kreissparkasse Augsburg. Im Endspiel bezwang der Augsburger Kreisligist den Überraschungsfinalisten aus der Kreisliga Ost, den SC Biberbach, mit 4:1. Doch damit nicht genug: Mit Matthias Batzer stellten die Leitershofer auch den den besten Torhüter, mit Markus Bröll und Thomas Hanselka (je vier Treffer) die beiden erfolgreichsten Torschützen.

Die Endrunde der Augsburger Landkreismeisterschaft ist jedes Jahr ein Höhepunkt im Sportkalender. Auch die 31. Auflage dieses Wettbewerbs lockte die Fans wieder in Scharen an, so dass Günter Frank, der Organisationschef des ausrichtenden SSV Anhausen, schon währen des ersten Spieles die Theaterbühne hinter dem Tor für die immer noch strömenden Zuschauer öffnen ließ. Wer zu spät kam, hatte das wohl beste Spiel des Nachmittags verpasst.

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Im Gegensatz zu vielen anderen Eröffnungsspielen kämpften der TSV Leitershofen und der SV Stettenhofen nämlich von Anfang an mit offenem Visier. Die Halle stand Kopf, als der krasse Außenseiter aus der B-Klasse, der sich erst über die Qualifikation zur Hauptrunde gekämpft hatte, nach fünf Minuten mit 2:0 vorne lag. Die wuseligen Stettenhofer steckten den Ausgleich weg und gingen gegen die körperlich wesentlich präsenteren Leitershofer noch dreimal in Führung. Gerade als Hallensprecher Thomas Scharnagl verkündete, wie es im Falle eines Unentschiedens weitergehen würde, traf Thomas Hanselka zum 6:5 für den Favoriten.

Nach zwei rasanten Spielen – auch Zusmarshausen gegen Bobingen (2:4) war ansehnlich – gehörte die Begegnung zwischen dem SC Biberbach und dem SV Schwabegg zur Kategorie „Langweiler“. Erst in der Schlussminute wurde es dramatisch. 36 Sekunden vor Schluss gelang Peter Ziegler der 2:2-Ausgleich, im Gegenzug traf SCB-Spielertrainer Christian Mayer zum 3:2.

Die große Dramaturgie war nach den Viertelfinalspielen geschrieben. Relativ unspektakulär setzte sich der TSV Leitershofen im Halbfinale gegen denTSV Bobingen mit 2:0 durch. Der SC Biberbach lebte gegen den FC Königsbrunn von den Geistesblitzen eines Christian Mayer oder Nick Gebele und konnte sich auf seinen Torhüter Michael Mayer auch als Torschütze verlassen. Als der SCB in der Schlussminute geistig schon ins Finale entschwebt war, kam die Kreisliga-Truppe des FCK durch zwei Treffer noch auf 4:3 heran.

Sirene verhindert Ausgleich

Im Finale war der TSV Leitershofen zunächst erneut mit Fortuna im Bunde. Christian Mayer scheiterte an der Querlatte, Thomas Hanselka prallte der Ball vor dem 1:1-Ausgleich glücklich ans Schienbein. Als Nick Gebele das Spielgerät zum vermeintlichen 2:2 ins Tor setzte, ertönte vor der Überquerung der Torlinie die Sirene. Am Ende stands 4:1 für Leitershofen, sodass die Almkicker erstmals in ihrer Vereinsgeschichte den Hallengipfel im Landkreis Augsburg erklimmen konnten.

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