Startseite
Icon Pfeil nach unten
Wirtschaft
Icon Pfeil nach unten

Spotify: 16 Millionen Lieder kostenlos

Spotify

16 Millionen Lieder kostenlos

  • |
  • |
  • |
    Das Internet hat die Musikbranche auf den Kopf gestellt. Der Verkauf von Musik-CDs sinkt. Stattdessen laden immer mehr Menschen Lieder aus dem Netz herunter. Nach langem Zögern kommt nun Spotify nach Deutschland. Experten glauben, dass der schwedische Dienst den Musikmarkt revolutionieren könnte.
    Das Internet hat die Musikbranche auf den Kopf gestellt. Der Verkauf von Musik-CDs sinkt. Stattdessen laden immer mehr Menschen Lieder aus dem Netz herunter. Nach langem Zögern kommt nun Spotify nach Deutschland. Experten glauben, dass der schwedische Dienst den Musikmarkt revolutionieren könnte. Foto: Spotify

    Augsburg Es klingt schon verlockend: 16 Millionen Lieder im Angebot. Anhören per Mausklick. Und das alles auch noch kostenlos und legal. In der vergangenen Woche ist in Deutschland Spotify gestartet. Der schwedische Dienst bietet das sogenannte Streaming von Liedern an – und könnte den Musikmarkt im Internet tatsächlich revolutionieren. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Internet-Dienst:

    Was ist Spotify?

    Spotify ist ein Streaming-Dienst. Der Nutzer speichert die Musikdateien also nicht auf seinem Computer, sondern hört sie live über das Internet. Um Spotify nutzen zu können, muss man sich bei dem Dienst kostenlos anmelden.

    Installation und Anmeldung

    Spotify lädt man sich über die Webseite http://www.spotify.com auf den eigenen Computer herunter. Die Installation des Programms funktionierte bei unserem Test auf einem Windows-7-Rechner schnell und problemlos. Zuvor musste nur die Windows-eigene Firewall per Mausklick für Spotify freigeschaltet werden. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Um sich anmelden zu können, muss man Facebook-Mitglied sein. Denn der Internet-Musikdienst verwendet die Zugangsdaten des Online-Netzwerks.

    So funktioniert’s

    Nach der Installation lässt sich Spotify per Klick starten. Die Bedienung des Programms dürfte niemanden vor ein Problem stellen. Im Suchfeld gibt man das gewünschte Lied oder den Interpreten an, kurz darauf wird die Ergebnisliste angezeigt. Per Klick startet der Song. Das übersichtliche Menü, das an Apples Musikprogramm iTunes erinnert, bietet weitere Möglichkeiten. So lassen sich eigene Musiklisten („Playlists“) erstellen, man kann in neuen Songs stöbern, anderen seinen Musikgeschmack zeigen, oder auf Anwendungen zugreifen, die mit Spotify verbunden sind.

    Die Musikauswahl

    Sie ist sehr groß. Nach eigenen Angaben bietet Spotify derzeit Zugriff auf 16 Millionen Musikstücke.

    Die Kosten

    Der Streaming-Dienst bietet seinen Nutzern drei Modelle an. Spotify Free ist komplett kostenlos. Dafür wird gelegentlich Werbung eingeblendet. Nach sechs Monaten wird die Streamingzeit zudem auf monatlich zehn Stunden begrenzt. Außerdem lassen sich Tracks nur fünfmal aufrufen. Spotify Unlimited kostet 4,99 Euro im Monat, dafür wird dem Nutzer keine Werbung mehr eingeblendet. Für Spotify Premium werden 9,99 Euro im Monat fällig. Dafür ist die Nutzung auch mit mobilen Geräten wie Smartphones möglich und die Übertragungsqualität (320 Kilobit pro Sekunde statt 160) ist höher.

    Ist der Dienst legal?

    Ja. Der Streaming-Dienst hat nach eigenen Angaben Verträge mit den großen Plattenfirmen. Einen Vertrag mit der deutschen Verwertungsgesellschaft Gema hat Spotify zwar noch nicht; „lizenzierungspflichtig ist aber der Musikhändler, nicht der Endkunde“, sagt Gema-Sprecher Peter Hempel im Gespräch mit unserer Zeitung. „Für Endnutzer ist es also in Ordnung, Spotify zu nutzen.“

    Spotify und der Datenschutz

    Etwas problematisch sind die Grundeinstellungen bei Spotify: Der Dienst postet automatisch jeden Song, den man hört, auf der Spotify-Profilseite und öffentlich bei Facebook. Wer das nicht möchte, muss die Einstellungen entsprechend ändern. Alternativ besteht dort auch die Möglichkeit, in eine sogenannte Private Session zu wechseln, während der keine Informationen weitergegeben werden. Datenschützer kritisieren außerdem die mit Spotify verbundene Zwangsmitgliedschaft bei Facebook.

    Welche Alternativen gibt es?

    Direkter Mitbewerber zu Spotify ist der deutsche Streaming-Dienst Simfy. Dem Bundesverband Musikindustrie zufolge gibt es darüber hinaus in Deutschland mehr als 40 legale Anbieter für Musik-Downloads – angeführt vom Platzhirsch iTunes-Store von Apple, gefolgt vom Onlinekaufhaus Amazon und Musicload, der Tochter der Deutschen Telekom.

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden