Donnerstagmorgen endet der 60-stündige Streik der Lokführer. Danach wollen sie über Ostern nicht streiken. Das teilte die Gewerkschaft deutscher Lokführer mit.
Damit hätten die deutschen Privatbahnen "Planungssicherheit" für die Feiertage. Die GDL liefert sich mit den privaten Konkurrenten der Deutschen Bahn seit Monaten einen heftigen Arbeitskampf. Mehrfach kam es schon zu Streiks. Dabei geht es um die Einführung eines einheitlichen Tarifvertrags für die gesamte Branche.
Widersprüchliche Aussagen
Über die Auswirkungen des laufenden 60-Stunden-Streiks machten Gewerkschaft und Bahnanbieter am Dienstag unterschiedliche Angaben. Nach Einschätzung der GDL fielen wie schon am Montag etwa 70 Prozent des Zugverkehrs bei den bestreikten Unternehmen aus.
Die Firmen widersprachen: Nach Angaben eines Sprechers des Bahnkonzerns Veolia konnten rund zwei Drittel der Züge des Harz-Elbe-Expresses fahren, bei der ebenfalls zu dem Unternehmen gehörenden Mitteldeutschen Regiobahn waren es demnach 80 Prozent. Ein Sprecher des in Nordrhein-Westfalen tätigen Bahnanbieters Abellio sagte, bei seinem Unternehmen habe es überhaupt keine Ausfälle oder Verspätungen gegeben.
Auch ein Sprecher des Bahnunternehmens Benex berichtete am Dienstag nicht von flächendeckenden Problemen. Bei der Konzerntochter Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (ODEG) seien 20 von 140 Zügen ausgefallen, sagte er. Andere Firmen, wie AKN in Schleswig-Holstein und Metronom, die unter anderem auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Cuxhaven in Niedersachsen verkehrt, richteten Ersatzverkehr per Bus ein, um Fahrgäste trotz Streiks an ihr Ziel zu befördern. afp