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Angst um Opel-Werk in Bochum: Opel-Mutter GM plant Werksschließungen

Angst um Opel-Werk in Bochum

Opel-Mutter GM plant Werksschließungen

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    Opel in Bochum: Die Angst vor Stellenstreichungen geht wieder um.
    Opel in Bochum: Die Angst vor Stellenstreichungen geht wieder um. Foto: Bernd Thissen dpa

    Die IG Metall hat das Management von  Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) scharf kritisiert. "GM  produziert in punkto Opel seit Jahren Fehlentscheidungen in Serie",  sagte der IG-Metall-Chef in Nordrhein-Westfalen, Oliver Burkhard. "Groß denken statt klein  planen - das wäre das richtige Motto." GM plant einem Zeitungsbericht zufolge, bis zu zwei Werke in Europa zu schließen.

    GM: Ein Defizit von 747 Millionen US-Dollar im Europageschäft 2011

    Die Planungen  dafür könnten in den kommenden Wochen abgeschlossen und dann öffentlich gemacht werden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise. Ein Sprecher von GM wollte sich auf  Nachfrage nicht zu dem Bericht äußern.

    GM hat in den vergangenen Jahren mit Opel und der britischen  Schwestermarke Vauxhall Milliardenverluste eingefahren. Im  Europageschäft machte GM allein 2011 ein Defizit von 747 Millionen  US-Dollar (567 Millionen Euro), während der Konzern in anderen  Teilen der Welt hohe Gewinne verbuchte. Bis 2014 ist Opel aber  durch ein Abkommen geschützt, das Werksschließungen und  Entlassungen ausschließt. Dies war von Management und  Gewerkschaften im Gegenzug für einen strikten Sparplan vor zwei Jahren beschlossen worden; 8000 Stellen wurden damals gestrichen und das Werk im belgischen Antwerpen geschlossen.

    General Motors: IG-Metall fordert mehr strategische Freiheiten für Opel

    Auto-Rekordjahr 2011: Das bekommen die Beschäftigten

    Daimler zahlt seinen Mitarbeitern in Deutschland mit 4100 Euro die bislang höchste Ergebnisbeteiligung. Das sind rund 1000 Euro mehr als im Vorjahr und 350 Euro mehr als der bisherige Höchstwert aus 2007.

    VW: Europas größter Autobauer belohnt seine rund 90.000 Tarifbeschäftigten für die Arbeit im Jahr 2011 mit einem Rekordbonus von 7500 Euro.

    Audi: Die rund 44.800 Tarifbeschäftigten an den deutschen Audi-Standorten sollen ebenfalls so viel Prämie bekommen wie nie zuvor. Im Schnitt zahlt der bayerische Konzern zwei Monatsgehälter - durchschnittlich summiert sich damit die Sonderzahlung auf 8251 Euro.

    BMW: Wie viel die hierzulande nach Tarif Beschäftigten bekommen, ist noch unklar. BMW will es der Belegschaft erst persönlich mitteilen. Der Bonus soll höher ausfallen als 2010. Damals hatte BMW fast 1,6 Monatsgehälter, im Schnitt rund 5840 Euro gezahlt. Die zwei Jahre zuvor gab es nichts.

    Porsche belohnt seine 8500 Tarifbeschäftigten diesmal mit 7600 Euro. Das ist aus Sicht von Betriebsratsboss Uwe Hück eine «genial-intergalaktische Sonderzahlung». Egal, ob nun Ingenieur oder Küchenkraft - alle Tarifmitarbeiter bei Porsche bekommen diese Prämie.

    Bei Opel ist es das Gegenteil. Die Mitarbeiter des kriselnden Autobauers aus Rüsselsheim verzichten auf Jahre hinaus auf Teile ihres Einkommens, um bei der Rettung des Herstellers zu helfen.

    Burkhard sagte, "anstatt den Menschen Angst zu machen und  Standorte und Belegschaften gegeneinander auszuspielen, sollte GM  endlich mal eine gute Nachricht  produzieren". Er forderte mehr strategische Freiheiten für Opel und Zugang zu mehr Absatzmärkten. In den vergangenen Monaten waren immer wieder Gerüchte  aufgekommen, GM wolle Opel womöglich verkaufen oder das Opel-Werk in Bochum schließen. Auch über ein Ende der Vauxhall-Fabrik im  britischen Ellesmere Port wurde spekuliert. AZ, afp

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