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Wirtschaft: Siemens bestätigt: Börsengang von Osram wird verschoben

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Siemens bestätigt: Börsengang von Osram wird verschoben

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     Siemens verschiebt den für Herbst geplanten Börsengang seiner Lichttochter Osram.
    Siemens verschiebt den für Herbst geplanten Börsengang seiner Lichttochter Osram. Foto: Archiv

    Der Konzernvorstand halte zwar unverändert an einem Börsengang fest, teilte Siemens am Mittwoch in München mit. In Anbetracht des hochvolatilen Umfeldes an den Kapitalmärkten und möglicher Wirkungen auf das Branchenumfeld solle er jedoch zu einem späteren Zeitpunkt anstatt wie bisher geplant im Herbst stattfinden.

    Gerüchte über einen vorläufigen Stopp des Börsengangs hatte es bereits gegeben. Noch vor wenigen Tagen hatte Siemens-Chef Peter Löscher allerdings betont, dass er an den Plänen, sich mehrheitlich von Osram zu trennen, festhalte. Ursprünglich wollte Siemens die profitable Tochter an die Börse bringen, dabei aber Anker-Aktionär bleiben. Osram benötigt neues Kapital, da in den nächsten Jahren milliardenschwere Investitionen, etwa in die LED-Technik, nötig sind. Siemens war nicht bereit, das Geschäftsfeld weiterzuentwickeln.

    Osram beschäftigt in Augsburg und Schwabmünchen gut 2000 Mitarbeiter. Da nach einem Börsengang mehr Mittel für Investitionen zur Verfügung stehen, hatte auch die IG Metall den Plänen zugestimmt. Der Augsburger IG-Metall-Chef Jürgen Kerner spricht nun von einer ungünstigen „Hängepartie“, in der auch nötige Investitionen vertagt würden: „In unsicheren Zeiten wäre es die richtige Reaktion, wenn Siemens Osram behalten würde. Aber dann muss auch investiert werden.“ Az, dpa

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