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Stevia: Vorsicht bei Kindern und Diabetikern

Stevia

Vorsicht bei Kindern und Diabetikern

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    Aus der Stevia-Pflanze wird Süßstoff gewonnen. Diabetiker sollten damit achtsam umgehen. (Foto: Marijan Murat) dpa
    Aus der Stevia-Pflanze wird Süßstoff gewonnen. Diabetiker sollten damit achtsam umgehen. (Foto: Marijan Murat) dpa

    Es gilt als kalorienfrei und gelangt nach dem Verzehr nicht in den Blutkreislauf. Allerdings könne es leicht zu einer Überdosierung mit unklaren Folgen kommen, warnen die Organisation diabetesDE und der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD).

    "Lebensmittelzusatzstoff E 960"

    Sie empfehlen in einer gemeinsamen Stellungnahme Diabetikern daher nur bedingt den Verzehr zum Beispiel von Speiseeis, Konfitüren oder Knabbereien, die mit Stevia gesüßt sind. Wie auch bei Produkten mit herkömmlichen Zucker oder Süßstoffen dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass solche Lebensmittel unbedenklich sind, weil sie sich vermeintlich nicht auf den Blutzuckerspiegel oder das Gewicht auswirken.

    Betroffene sollten den Experten zufolge Kuchen und andere Nahrungsmittel mit "ungünstigen Nährwertprofilen" grundsätzlich nur in geringen Mengen essen - egal, welcher Süßstoff enthalten ist. Die umgangssprachlich Stevia genannten Steviolglycoside haben eine 200- bis 300-fache höhere Süßkraft als Zucker. Als unbedenklich gilt ein Verzehr von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

    Stevia-Süßstoff an E-Nummer erkennen

    Der süßende Stoff der südamerikanischen Steviapflanze habe in Deutschland lange als umstritten gegolten, teilen die Verbraucherschützer mit. Denn Versuche mit Tieren hätten ergeben, dass sich Stevia negativ auf die Fruchtbarkeit auswirken kann. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) habe jetzt aber eine tägliche Höchstdosis von vier Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht als unbedenklich eingestuft. Daher dürfe die deutsche Lebensmittelindustrie den Stoff neuerdings in Produkten verwenden.

    Allerdings überschritten besonders Kinder die Höchstdosis schnell, warnen die Verbraucherschützer. Beim Einkaufen sollten Eltern daher am besten immer die E-Nummer im Blick haben. Vor allem alkoholfreie Erfrischungsgetränke, Speiseeis, Milchprodukte und Konfitüren könnten Stevia enthalten. Der Vorteil des neuen Süßungsmittels sei die Tatsache, dass es kalorienfrei und zahnfreundlich sei. AZ/dpa

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