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Aichach-Friedberg: Landkreis Aichach-Friedberg will Kinder besser schützen

Aichach-Friedberg

Landkreis Aichach-Friedberg will Kinder besser schützen

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    Die Meldungen wegen einer Gefährdung des Kindeswohls steigen im Landkreis Aichach-Friedberg. Nun wird eine Rufbereitschaft eingerichtet.
    Die Meldungen wegen einer Gefährdung des Kindeswohls steigen im Landkreis Aichach-Friedberg. Nun wird eine Rufbereitschaft eingerichtet. Foto: Patrick Pleul, dpa (Symbold)

    Eigentlich hätte der Jugendhilfeausschuss in Aichach-Friedberg bereits am 18. März zusammentreffen sollen, doch die geplante Sitzung musste aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Nun fand sie statt – allerdings nach den Kommunalwahlen mit neuer Besetzung. Und es ging gleich um ein wichtiges Thema: Kindesmissbrauch und den Schutz davor.

    Zahlreich waren deshalb auch die Nachfragen der Kreisräte bei Jugendamtsleiter Bernd Rickmann. Dieser stellte in der ersten Ausschusssitzung der neuen Legislaturperiode zwei Beschlussvorlagen vor, die jeweils einstimmig angenommen wurden.

    So will der Landkreis den Kinderschutz verbessern

    Im Vordergrund stand die Weiterentwicklung des Kinderschutzes im Wittelsbacher Land. Rickmann wies auf die Bedeutung angesichts der jüngsten Fälle von Kindesmissbrauch in Münsterund anderen Orten hin. Auch in Aichach-Friedberg steigt laut Rickmann die Zahl eingehender Meldungen bezüglich der Gefährdung des Kindeswohles. Waren es im Jahr 2005 noch 40 Meldungen pro Jahr, wurden im vergangenen Jahr 106 Fälle gemeldet. 18-mal mussten Kinder in Obhut genommen werden. Um diesen steigenden Fallzahlen gerecht zu werden, will der Landkreis eine Rufbereitschaft einrichten.

    Im Landkreis Aichach-Friedberg steigen die Meldungen bezüglich einer Gefährdung des Kindeswohls.
    Im Landkreis Aichach-Friedberg steigen die Meldungen bezüglich einer Gefährdung des Kindeswohls. Foto: Alexander Kaya (Symbol)

    Des Weiteren sollen die bestehenden Vereinbarungen mit anderen Trägern aktualisiert werden: „Das Konzept entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen“, so Rickmann. Seit 2001 hat der Landkreis auch eine Notwohnung für Jugendliche in Konfliktsituationen und seit 2011 das sogenannte Haus des Lebens für jugendliche Mütter angemietet. Rickmann: „Die beiden Objekte werden gut genutzt, allerdings ist es für unsere Mitarbeiter schwierig, die vielfältigen Dienstleistungen zu bündeln. Derzeit fällt vom Rasenmähen bis zur pädagogischen Begleitung alles in unseren den Aufgabenbereich.“ Künftig sollen die Aufgaben an einen freien Träger der Jugendhilfe vergeben werden.

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