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Aichach-Oberbernbach: Wirt des Berabecka Boandl-Bräu protestiert gegen den Lockdown

Aichach-Oberbernbach

Wirt des Berabecka Boandl-Bräu protestiert gegen den Lockdown

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    Das war noch vor dem Lockdown: Manfred Fritsch steht hinter dem Tresen und schenkt selbstgebrautes Bier aus. Der Wirt des Berabecka Boandl-Bräu aus dem Aichacher Stadtteil Oberbernbach protestiert gegen die seit November geltenden Corona-Maßnahmen.
    Das war noch vor dem Lockdown: Manfred Fritsch steht hinter dem Tresen und schenkt selbstgebrautes Bier aus. Der Wirt des Berabecka Boandl-Bräu aus dem Aichacher Stadtteil Oberbernbach protestiert gegen die seit November geltenden Corona-Maßnahmen. Foto: Dominik Schwemmer (Archivfoto)

    Gegen die Einschränkung der Berufsausübung durch den "Lockdown light" versuchte Manfred Fritsch, Inhaber des Berabecka Boandl-Bräu in Oberbernbach (Stadt Aichach), vorzugehen. Er reichte Ende Oktober eine Petition beim Bayerischen Landtag ein, in der der Wirt und Brauer Berufsfreiheit forderte. Am Dienstag beriet der Ausschuss für Gesundheit und Pflege darüber. Auf telefonische Nachfrage der Redaktion teilt Berichterstatterin Christina Haubrich, Landtagsabgeordnete der Grünen, die Entscheidung mit.

    Die Maßnahmen, die inzwischen gelten, sind noch strenger als sie im Oktober vergangenen Jahres waren. Aus dem damals geltenden "Lockdown light", bei dem die Geschäfte beispielsweise noch geöffnet waren, ist in der Zwischenzeit ein richtiger Lockdown geworden. Bars, Kneipen und Restaurants hatten aber schon zum "Lockdown light" Anfang November schließen müssen. Sie dürfen seither lediglich Speisen und Getränke liefern oder zum Verzehr zu Hause verkaufen.

    Landtag: Lockerungen für die Gastronomie zu früh

    Ziel ist es laut Haubrich, die Ausbreitung der Covid-Viren einzudämmen und besonders gefährdete Gruppen zu schützen. Nachdem momentan auch die Impfung nur schleppend vorankommt, „gibt es im Moment keine andere Lösung, als Abstand zu halten und Masken zu tragen“, erklärte sie.

    Thomas Reißner von der Brauerei Berabecka Boandlbräu kurz vor einer Bierausfahrt. In der Corona-Zeit liefert die Brauerei aus dem Aichacher Stadtteil Oberbernbach Bier auf Radtouren aus.
    Thomas Reißner von der Brauerei Berabecka Boandlbräu kurz vor einer Bierausfahrt. In der Corona-Zeit liefert die Brauerei aus dem Aichacher Stadtteil Oberbernbach Bier auf Radtouren aus. Foto: Manfred Fritsch

    Gerade Bereiche wie Gastronomie und Kultur tragen laut der Landtagsabgeordneten erheblich zum Infektionsgeschehen bei. „Weil viele Menschen aufeinander treffen oder Hygienemaßnahmen oft gar nicht eingehalten werden können.“ Beim Essen zum Beispiel müsse man die Maske absetzen. Der Ausschuss lehnte die Petition ab.

    Im Hinblick auf die Mutationen des Virus sei man gerade an einem Wendepunkt der Pandemie, so Haubrich. „Der Staat hat ein gewisses Maß an Fürsorgepflicht.“ Jetzt Lockerungen durchzuführen, sei „aus unserer Sicht einfach zu früh“. Es wäre der falsche Weg, der Gastronomie sofortige Lockerungen zu versprechen. Die Landtagsabgeordnete sagte: „Auch wenn es wirklich hart ist – die Gesundheit der Bürger geht vor.“

    Aichacher Brauer will weiter protestieren

    Dass nichts anderes rauskommen würde, sei ihm von vorneherein klar gewesen, sagt Manni Fritsch auf Nachfrage der Redaktion. Die Petition habe er eingereicht, um „gegen die ganzen völlig idiotischen Maßnahmen“ zu protestieren. Fritsch zu seiner Motivation: „Die, die nichts sagen, werden immer so hingestellt, als ob sie alles befürworten würden – und das stimmt nicht.“

    Der Oberbernbacher Brauer will weiter protestieren. Aber wie? Auf der Straße dürfe man nicht, weil man sofort in eine bestimmte Gesinnungsecke gedrängt werde. „In der die allerwenigsten sind“, ist Fritsch überzeugt. Er betont: „Ich habe noch nie Corona geleugnet, sondern nur gegen die Maßnahmen protestiert.“ Er sieht im Lockdown keine Strategie, sondern nur einen Notbehelf der Regierung.

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