Aichach-Obermauerbach: Endlich wieder live: Moni Wagner genießt ihre Canada-Konzerte
Aichach-Obermauerbach
Endlich wieder live: Moni Wagner genießt ihre Canada-Konzerte
Liedermacherin Monika Wagner darf beim Canada in Obermauerbach endlich wieder auftreten. Sie lässt das Publikum im Biergarten spüren, wie sehr sie das genießt.
Von Manfred Zeiselmair|11.08.20 - aktualisiert:
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Moni sorgte mit ihrer „fetzigen“ Band, viel Power und tiefgründigen Texten für gute Laune im Canada-Biergarten.
Foto: Manfred Zeiselmair
„Vorhang auf, Masken runter!“ – Schon ihr erster Song zeigt, wie sehr sich Moni auf diesen lang ersehnten, ersten großen Auftritt nach der Corona-Zwangspause freut. Moni Wagner, die 29-jährige Mundart-Singer-Song-Schreiberin aus Tödtenried bei Sielenbach, versprüht an diesem lauen Sommerabend Zuversicht und Lebensfreude. Mit ihrer herzerwärmenden Musik und ihren tiefgründigen Texten trifft sie zielgenau die Gefühle ihrer Fans im voll besetzten Canada-Biergarten im Aichacher Stadtteil Obermauerbach. Es ist das erste von drei aufeinanderfolgenden, ausverkauften Konzerten an diesem Wochenende. Ihr Publikum ist bunt gemischt, wenngleich das weibliche Geschlecht leicht überwiegt. Eine Reportage vom Konzert.
Moni kommt beim Publikum im Canada-Biergarten an
„Mei Realität“ – Monis zweiter Titel – wird zum Programm. Die von ihr beschriebene Realität hat mit Gefühlen und Empfindungen zu tun, die jeder schon erlebt hat, aber nicht jeder so gut ausdrücken kann. Alltägliche Geschichten und Erlebnisse ziehen sich wie ein roter Faden durch das Programm der jungen Frau. Sehr authentisch und lebensnah besingt Moni mit ihrer voluminösen Stimme „diese geliebte Achterbahnfahrt der Gefühle“, die sie mit ihrer Musik so treffend beschreiben kann. Moni kommt an beim Publikum. Mit ihrer sympathischen, natürlichen Art gelingt es ihr mühelos, die Leute zum Mitsingen und Mitklatschen zu bewegen. Schnell stellt sich Feierlaune ein. Schon vor der Pause hält es viele nicht mehr auf den Stühlen.
Musikerkollege und Ex-Instant-Vibes-Sänger Bastian Zeiselmair sorgte für
eine bejubelte Rap-Einlage.Foto: Manfred Zeiselmair
Ihre Gitarre legt Moni nur zweimal ab – und fühlt sich dabei „fast nackad“, wie sie sagt. „Fetzig“ beschreibt eine begeisterte Besucherin die Band, die Moni begleitet. Locker, gut gelaunt und absolut professionell agieren Dorino Goldbrunner an den Schlagzeug-Besen und Alex Klier am Bass sowie der des Öfteren mit Szenenapplaus bedachte Sologitarrist Marc Berger aus Kiemertshofen (Altomünster).
Vorhang auf und Masken runter. Beim Biergarten-Konzert in Obermauerbach versprühte Liedermacherin Moni Wagner Zuversicht und Lebensfreude.
„Monis erster Fanclub“ sitzt in der ersten Reihe: Lydia, Rita, Karin, Petra und Marlies aus Affing kennen fast alle Lieder, singen bei den Refrains kräftig mit und können insbesondere beim swingenden „Pura Vida“ oder dem Reggae-Song „Gin Tonic“ nicht mehr stillhalten.
Im Laufe des Abends erzählt Moni immer wieder kleine Geschichten über die Entstehung ihrer Lieder: Wie sie im Café die vorbeigehenden Leute beobachtet, wie sie ein Bild mit einem tanzendes Pärchen zu einer Melodie inspiriert („I tanz mit Dir“), wie man anderen die Schuld in die Schuhe schiebt („Du bist jetzt anders“), wie man neue Wege geht („I geh weida, geh weida“), wie Musik sie wieder ins „Gleichgewicht“ bringt und wo man „Echte Freind“ findet. Zwischendurch sorgt sie für „A bissl Magie“ und entführt ihre Fans mit „Avatar“ in eine ganz andere Welt. Sie stellt fest, dass niemand „perfekt“ ist, doch schließlich „wird immer ois guad“. Letzteres verspricht sie insbesondere Canada-Wirt Rainer Knauer, dem sie zu großem Dank verpflichtet sei.
Moni präsentiert auch ihren Song mit Werner Schmidbauer
Mit ihrem aktuellen Song „Zeit soi steh bleim“, den sie im Duett mit dem bekannten BR-Moderator und Musiker Werner Schmidbauer eingespielt hat, will Moni ihren Fans „den Sommer versüßen“, wie sie sagt. Das professionelle Musik-Video dazu ist ab sofort auf Youtube zu sehen. Gedreht hat es ihr Aichacher Musiker-Kollege Bastian Zeiselmair, der auf Zuruf spontan die Bühne erklimmt und für eine bejubelte Rap-Einlage sorgt.
Monis erster großer Hit „I hol di ab“ darf an dem kurzweiligen Abend natürlich nicht fehlen. Ebenso wenig wie ihre abschließende, berührende Unplugged-Version des Bekenntnisses, wo sie sich am wohlsten fühlt: „I kimm immer wieder hoam – zu meine Wurzeln.“
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