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Aichach: Bauausschuss stimmt weiterer Änderung für Gebäude in der Bahnhofstraße zu

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Bauausschuss stimmt weiterer Änderung für Gebäude in der Bahnhofstraße zu

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    In dem Wohn- und Geschäftshaus wird auch der sogenannte "Behördensatellit" untergebracht. Auf die schwarze Folie wird noch die Fassade aus Schiefer und Photovoltaikmodulen aufgesetzt.
    In dem Wohn- und Geschäftshaus wird auch der sogenannte "Behördensatellit" untergebracht. Auf die schwarze Folie wird noch die Fassade aus Schiefer und Photovoltaikmodulen aufgesetzt. Foto: Erich Echter

    Einer weiteren Tekturänderung hat die Mehrheit des Bauausschusses für das Wohn- und Geschäftshaus an der Bahnhofstraße in Aichach zugestimmt, das auch den sogenannten "Behörden-Satelliten" beherbergen wird. Im April war nach einigen Diskussionen ein weiteres Stockwerk für eine Penthouse-Wohnung genehmigt worden.

    Jetzt werden die nördliche Außenwand dieser Penthouse-Wohnung in Richtung Norden verschoben und Vordächer auf der Dachterrasse hinzugefügt. Die Änderungen hätten aus städtebaulicher Sicht keine zusätzlichen, nachteiligen Auswirkungen, sagte dazu Ulrich Egger vom Bauamt. Auch ein Verschiebestellplatz in der Tiefgarage fällt nun weg. Dafür wird es einen zusätzlichen Parkplatz vor dem Gebäude geben.

    Der Bauausschuss erteilte mit 8:3 sein Einvernehmen. Dagegen stimmten Georg Robert Jung und Marc Sturm (FWG) sowie Erich Echter (CWG). Jung begründete sein Nein damit, dass er auch der Geschosserweiterung nicht zugestimmt habe.

    Arbeitsplätze für Behördenmitarbeiter des Freistaats

    Bei dem "Behördensatelliten" handelt es sich um Büroräume, die der Freistaat Bayern anmietet. 20 Arbeitsplätze sind vorgesehen, die Mitarbeiter des Freistaats aus dem Landkreis und der Umgebung tageweise nutzen können. Sie können sich so die Fahrt nach München ersparen. Ab wann dort gearbeitet wird, steht noch nicht ganz fest. Das bayerische Finanz- und Heimatministerium der Finanzen und für Heimat teilt auf Anfrage unserer Redaktion mit, es seien „derzeit noch bautechnische Fragen in Klärung“. Ein genauer Termin für den Start des Betriebs könne deshalb derzeit noch nicht genannt werden, so die Pressestelle.

    Etwa 400 Quadratmeter umfassen die Räume für den „Behördensatelliten“ im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss, die auch einen separaten Eingang bekommen. Dieser Teil wäre baulich schon so weit fertig wie der größte Teil des Gebäudes, sagt Bauherr Peter Mannweiler auf Anfrage unserer Redaktion. Es fehlt nur noch das erst später beantragte und genehmigte dritte Obergeschoss mit dem Penthouse. Es wird in Holzmassivbauweise erstellt. Wenn die jetzt vom Aichacher Bauausschuss bewilligte Änderung auch vom Landratsamt genehmigt ist, werden die Holzelemente bei Züblin Timber bestellt. Deren Produktion dauert etwa vier Wochen. Dann hängt es vom Wetter ab, ob sie heuer noch montiert werden können oder erst im nächsten Jahr, so Mannweiler.

    Fassade wird mit Photovoltaik-Modulen bestückt

    Auch die Fassade fehlt noch. Das Wohn- und Geschäftshaus ist schon seit geraumer Zeit von einer schwarzen Folie umhüllt. Auf diese wird mit einer Konterlattung die Fassade aufgesetzt, die aus Schiefer bestehen wird. Zusätzlich zum Flachdach werden auch die Süd- und die Westseite des Gebäudes mit Photovoltaik-Modulen bestückt. Das soll sich insbesondere im Winter, wenn die Sonne tief steht, positiv auf die Energieausbeute auswirken.

    So soll das fertige Gebäude an der Bahnhofstraße aussehen.
    So soll das fertige Gebäude an der Bahnhofstraße aussehen. Foto: Immobilien Mannweiler

    Das ganze Gebäude ist ein Passivhaus mit dem Effizienzhaus-Standard KfW 40. Das heißt, es verbraucht nur 40 Prozent der Energie, die ein vergleichbarer Neubau verbraucht. Bei dem Gebäude an der Bahnhofstraße werde mehr Energie erzeugt als verbraucht, sagt Mannweiler. Drei Luft-Wärme-Pumpen sind ebenso eingebaut wie ein großer Wasserspeicher und Nachtspeicher für Energie. Im "Behördensatelliten" sorgt eine Kühl- und Heizdecke für die richtige Temperatur. Im Frühjahr, davon geht Mannweiler aus, wird das Gebäude komplett fertig sein.

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