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Aichach: Ein Teil der Elisabethschule zieht nach Friedberg um

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Ein Teil der Elisabethschule zieht nach Friedberg um

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    Die Vorbereitungen für den Umzug eines Teils der Elisabethschule nach Friedberg laufen. Den Bollerwagen benutzen Lebenshilfe-Geschäftsführer Konrad Schwegler (links) und Schulleiter Klaus Steinhardt aber nur fürs Foto.
    Die Vorbereitungen für den Umzug eines Teils der Elisabethschule nach Friedberg laufen. Den Bollerwagen benutzen Lebenshilfe-Geschäftsführer Konrad Schwegler (links) und Schulleiter Klaus Steinhardt aber nur fürs Foto. Foto: Claudia Bammer

    Für Klaus Steinhardt fallen die Sommerferien in diesem Jahr etwas kürzer aus: Der Schulleiter der Aichacher Elisabethschule ist noch dabei, mit seinem Team den Umzug eines Teils der Schule nach Friedberg vorzubereiten. Während in Aichach die Bauarbeiten für die Erweiterung der Schule laufen, kommen sieben Klassen in der ehemaligen Vinzenz-Pallotti-Schule, die dem Landkreis Aichach-Friedberg gehört, unter – voraussichtlich für zwei Jahre. Die Elisabethschule ist ein staatlich anerkanntes, privates Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Unterrichtet werden dort Kinder und Jugendliche, die zu ihrer individuellen Lebensbewältigung eine spezielle, intensive und umfassende Förderung benötigen. 

    Die Schule wurde vom Verein Lebenshilfe Aichach-Friedberg 1985 an der St.-Elisabeth-Straße am Plattenberg in Aichach gebaut. Mittlerweile sind die Klassenräume aber zu klein und entsprechen nicht mehr den aktuellen Anforderungen, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Konrad Schwegler. Manche Kinder sind in ihrer Mobilität eingeschränkt oder sitzen im Rollstuhl. Mit einem dreigeschossigen Anbau will die Lebenshilfe die Raumnot beheben. 

    Die Elisabethschule in Aichach wird erweitert. So soll der Neubau aussehen.
    Die Elisabethschule in Aichach wird erweitert. So soll der Neubau aussehen. Foto: Meier + Murr Architekten

    Damit gebaut werden kann, muss erst ein Teil des Gebäudes abgerissen werden. Für die Bauzeit werden mehrere Klassen ausgelagert. Schwegler nennt es ein "großes Glück, dass die Pallotti-Schule zu einem für uns günstigen Zeitpunkt frei geworden ist". Deren Neubau in Friedberg ist im Februar eingeweiht worden. Er war notwendig, weil das alte Schulhaus aus den 1970er-Jahren vor allem beim Brandschutz nicht mehr auf der Höhe der Zeit war. Bevor es abgerissen wird, um südlich der Wiffertshauser Straße für Wohnbebauung Platz zu machen, kann es jetzt die Elisabethschule nutzen. 

    Wie das Problem Brandschutz gelöst wird

    Landrat Klaus Metzger sagt, die Interimslösung sei "in bestem Miteinander" organisiert worden. Der Landkreis sei der Lebenshilfe der guten Sache wegen weit entgegengekommen. Die Gremien des Landkreises und der Stadt Friedberg haben zugestimmt. Zum Mietzins steht der Landkreis laut Metzger noch in Kontakt mit der Regierung von Schwaben, "aber auch das ist lösbar". Die größte Hürde war laut Metzger der Brandschutz, der ja maßgeblich für die Entscheidung des Landkreises war, die Pallotti-Schule neu zu bauen. "Über eine eingeschränkte Belegung konnte das Problem gelöst werden", sagt Metzger. 

    Schwegler sagt: "Wir haben eine ganz gute Lösung gefunden. Wir nutzen nicht das komplette Gebäude, sondern nur einige Teilbereiche." Genauer: die unteren Etagen. Diese werden derzeit für die Bedürfnisse der Elisabethschule hergerichtet. Fenster werden zu Türen umgebaut und mit Rampen versehen, sodass aus jedem Klassenzimmer ein Fluchtweg barrierefrei nach draußen führt. Zwei Plattformlifte werden installiert, um von einer Ebene auf die andere zu kommen, ein Pflegebad und ein behindertengerechtes WC eingebaut, Böden erneuert und Raumzuschnitte mit Trockenbauwänden angepasst. Einen "knapp siebenstelligen Betrag" investiert die Lebenshilfe dafür laut Schwegler. Die Umbauarbeiten sollen bis 23. August abgeschlossen sein, ab 24. August wird umgezogen. 

    In Aichach wird der Umzug vorbereitet

    Der Umzug beschäftigt Schulleiter Klaus Steinhardt und sein Team schon länger. "Wir haben die letzten Wochen genutzt, um ihn möglichst gut vorzubereiten", sagt er und verweist auf sein "leistungsstarkes Hausmeisterteam". Der Gebäudeteil, der abgerissen wird, muss ausgeräumt werden. In der letzten Ferienwoche werden die Räume in der Pallotti-Schule eingerichtet. 

    Ein Teil der Aichacher Elisabethschule zieht zum neuen Schuljahr in die ehemalige Vinzenz-Pallotti-Schule in Friedberg.
    Ein Teil der Aichacher Elisabethschule zieht zum neuen Schuljahr in die ehemalige Vinzenz-Pallotti-Schule in Friedberg. Foto: Vanessa Polednia (Archivbild)

    Nach Friedberg ziehen die vier Mittelstufen-Klassen, die den Jahrgangsstufen fünf bis neun entsprechen, und die Berufschulstufe (10. bis 12. Jahrgangsstufe) mit drei Klassen – insgesamt etwa 70 Kinder und Jugendliche. "Wir haben die Schüler so gut es geht vorbereitet, damit sie sich gut auf die neue Situation einstellen können", sagt Steinhardt. Ebenfalls etwa 70 Kinder bleiben in Aichach: die vier Gruppen der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) und die fünf Grundschul-Klassen mit etwa 40 Kindern. 

    Im Oktober beginnt in Aichach der Abriss

    Die zwei Standorte sind durchaus eine Herausforderung. Das Personal ist vielfältig. Neben den Lehrkräften gibt es zum Beispiel Schulbegleiter und Pflegekräfte, an beiden Standorten Heilpädagogische Tagesstätten (HPT), die etwa die Hälfte der Schüler und Schülerinnen am Nachmittag besucht. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen werden möglichst nur an einem Ort arbeiten. "Im Einzelfall aber müssen Leute fahren", sagt der Schulleiter. Komplett getrennt voneinander wird der Fahrdienst nach Aichach und Friedberg organisiert. Die Schülerinnen und Schüler werden generell mit Kleinbussen abgeholt und heimgebracht. 

    Dieser Teil der Elisabethschule muss für den Neubau Platz machen.
    Dieser Teil der Elisabethschule muss für den Neubau Platz machen. Foto: Claudia Bammer

    Die Bauarbeiten in Aichach beginnen im Oktober mit dem Abriss. Anschließend wird das Fundament für den Neubau erstellt, Mitte November, hofft Schwegler, beginnen die Baumeisterarbeiten. Die Baukosten sind mittlerweile wegen der steigenden Baupreise von 15 auf knapp 19 Millionen Euro gestiegen. Fertig sein soll das Gebäude zum Schuljahresanfang im September 2025. Steinhardt freut sich auf die größeren Räume und die Verbesserungen, die mit ihnen einhergehen. Bei allem Aufwand: "Es überwiegt die Vorfreude." 

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